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  • Übertakten von Grafikkarten:

    Da der Grafikkarten-Chip unabhängig vom restlichen System getaktet wird, ist es auch sehr einfach diese Einstellungen zu ändern. Tools wie Powerstrip AtiTool Rivatuner erkennen den verwendeten Chip automatisch und bieten neben der Veränderung des Chiptaktes noch weitere Einstellungen, wie z.B. den Speichertakt oder die Speicher-Timings an.

    Viele Grafikkarten-Hersteller sind aber mittlerweile dazu übergegangen, ihren Produkten eigene Übertaktungs-Tools beizulegen. Die meisten Karten speichern ihre Taktfrequenz in der Registry, so dass die Werte auch direkt dort geändert werden können.


    Freischalten von Pixel-Pipelines/Vertex-Shadern (Softmod)

    Bei vielen "kleineren Versionen" von diversen Grafikkarten ist es möglich, sie durch Freischalten von Pipelines auf das Niveau ihrer “grösseren Brüder“ zu bringen!
    Dies funktioniert bei relativ vielen Karten und es wäre mühsam, alle Modelle einzeln aufzuzählen. Ich werde es daher einfach anhand eines gängigen Beispiels erklären:


    Beispiel: Grafikkarten der 6800-Klasse

    Um also aus einer 6800 (geht auch mit der SE) eine 6800gt zu machen, muss man erstmal den Takt der GPU (Graphic Processing Unit) und des Speichers auf das Niveau einer GT bringen. Dies bewerkstelligt man mit dem oben bereits verlinkten Programm Rivatuner! Schafft man die 350 Coreclock und 500 Memoryclock, wird erstmal die Stabilität dieser Einstellungen mit diversen Benchmarks, wie dem 3dmark05, oder 3dmark01, bzw. mit anspruchsvollen Spielen, die man gerade zur Hand hat, getestet.

    Als nächstes werden (ebenfalls mit Rivatuner) die fehlenden Pipes und Vertex-Shader freigeschaltet, wobei man dies besser mit den Standardtaktraten der Karte machen sollte. Dazu geht man nach ->“target adapter/costomize/low-level system settings/NVstrap driver/graphics processor configuration/customize“.





    Hier kann man nun die Pixel-Units und Vertex-Shader einfach aktivieren (einfach bei den "hardwaremasked" Units ein Häkchen setzten), wobei es wichtig ist, sich zu notieren, was man genau freischaltet, um es nacher bei Bedarf wieder rückgängig machen zu können!


    Jetzt muss man nur noch unter “graphics processor configuration“ einen Haken bei “allow enabling hardware masked units“ setzen, das Ganze übernehmen und neustarten.


    Die Stabilität und das Funktionieren der freigeschalteten Pipes nun wieder mit Benchmarks und Spielen testen und sich über seine 6800GT freuen!!! ->fertig. Sollten wider Erwarten doch Grafikfehler auftreten und somit eine oder mehrere der freigeschalteten Units beschädigt sein, ist das auch kein Problem. Dann muss man einfach ein bisschen herumexperimentieren um herauszufinden welche Unit die Fehler verursacht.


    BIOS flashen

    Weiterhin gibt es die Möglichkeit, Grafikkarten durch das Aufspielen eines anderen BIOS (gemoddet oder von einer "grösseren" Version) auf höherem Niveau zu betreiben. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Video-In Karten der x800pro-Klasse (nur AGP). Bei diesen Karten ist es durch flashen eines XL bzw. XT BIOS möglich, aus der Pro-Version die selbe Leistung heraus zu holen, wie aus einer XL oder XT.
    Diese Art des Übertaktens birgt aber wesentlich mehr Risken als die bisher genannten Methoden. Wegen teilweise wesentlich strafferen Speichertimings und wesentlich höherer Taktung ist es unbedingt nötig, das Potential seiner Karte genau zu kennen! Außerdem sollte man immer ein Backup des alten Bios machen, falls etwas schief geht.

    ->hier eine umfangreiche Bios Collection mit den passenden FlashTools


    Wann lohnt sich das Übertakten der Grafikkarte ?

    Es ist natürlich nur sinnvoll die Grafikkarte zu übertakten, wenn das Ganze auch was bringt. Beispielsweise macht es nicht sehr viel Sinn die Karte zu übertakten, wenn man statt 80 fps nun 85 fps in einem Spiel erreicht. Überlegenswert wird das Ganze erst, wenn Spiele anfangen zu ruckeln oder einem nicht mehr flüssig genug erscheinen. Wobei hier zu beachten ist, dass zuwenig Hauptspeicher oder ein "veralteter" Prozessor, ebenfalls solche Störungen auslösen können.

    Achtung:

    Erhöhung der Taktfrequenz in kleinen Schritten. Viele Tools bieten die Möglichkeit die gewählten Einstellungen nicht zu speichern, so daß das System nach einem Crash wieder mit den alten Einstellungen bootet.

    Ausreichende Kühlung des Grafik-Chips gewährleisten. Auch wenn die Karte mit einem aktiven Lüfter ausgestattet ist, können höhere Taktfrequenzen erreicht werden, wenn ein zusätzlicher Lüfter eingesetzt wird. Slotkühler sind allerdings nicht zu empfehlen, da diese lediglich die warme Luft aus dem Gehäuse herausführen. Passive Ram-kühlerkörper sind auch eine gute Sache..





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