Startseite


Communities: 
  • Hardware-FAQ
  • Diskussionsforen
  • RC5-72 Projekt
  • RC5-Proxy
  • Forenarchiv

  • Übertakten von Intel-Prozessoren (Pentium/Celeron) und Cyrix:

    Das Übertakten von Intel-Prozessoren ist im Verhältnis zu den neueren AMD-Prozessoren relativ einfach zu bewerkstelligen. Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten einen Intel-Prozessor zu übertakten, zum Einen ist es das Erhöhen vom Multiplikationsfaktors des Bustakt, zum Anderen das direkte Erhöhen des Bustaktes (FSB) selber.

    Welche der genannten Möglichkeiten die bessere ist, kann nicht eindeutig festgelegt werden, da es eine Frage der Leistungsteigerung und instabilität eines Systems ist. Die Erhöhung des Multiplikationsfaktors ist aber sicherlich die sicherere Möglichkeit, weil nur der Prozessor verändert wird und nicht der Takt des gesamten Systems. Die leistungssteigernste Methode ist, zumindest in Sockel 7 Systemen die Zweite, was hauptsächlich mit dem höher getakteten L2-Cache zusammenhängt. Die so zu erzielenden Steigerungen sind wirklich erheblich, allerdings bringen sie auch Instabilität ins System.

    Dies gilt nicht für Pentium II und III Systeme, da hier der L2-Cache immer mit halbem Prozessortakt läuft egal wie hoch der Bustakt ist. Das hat zur Folge, dass die Leistungssteigerung sehr gering ist, die Instabilitäten aber trotzdem ins System einzug halten. Aus diesem Grund ist in Pentium II Systemen die erste Methode vorzuziehen, in Pentium III und Pentium IV Systemen funktioniert hingegen nur die zweite Methode (Erhöhung des Bustaktes). Bei praktisch fast allen modernen Prozessoren ist der Multiplikator fest verdrahtet und lässt sich nicht ändern.

    Sonderfall Celeron:

    Bei manchen Celeron-CPU`s ist es nicht möglich den Front Side Bus über 66 Mhz einzustellen. Hier kann durch abkleben mit Klebeband des Pins "B21" abhilfe geschaffen werden. In der Vergangenheit hat sich auch Nagellack für diese Art des Übertaktens bewehrt, welcher mit Nagellackentferner wieder leicht zu lösen ist. Über den Kontakten auf dem Prozessor befinden sich die Beschriftungen B1, B73, B74 und B121, was das Auffinden des "B21" Pins erheblich vereinfacht. Dazu einfach auf der Rückseite der CPU von der rechten Seite 21 Pins nach links zählen und schon hat man den Pin "B21" auch schon gefunden.

    Beachte: Der Pin darf nur auf der "B-Seite" abgeklebt werden, auf keinenfall auf der "A-Seite".

    Praktische Vorgehensweise beim Übertakten:

    Zunächst im Handbuch des Motherboardes nachsehen wie der Bustakt, der Multiplikator und nötigenfalls die Spannungsversorgung (Vcore) des CPU geändert werden kann. Danach je nach Rechner, entweder im Bios oder auf dem Motherboard ("Jumper/Dip Switch") die Erhöhungen vornehmen. Es versteht sich natürlich von selbst, dass vor Änderungen auf dem Motherboard, der Netzstecker gezogen werden muss und eine Entladung der eigenen Person durch Berührung z.B. der Heizung ratsam ist.

    Nun Rechner neu starten und sehen was passiert. Wenn der Rechner normal startet und Windows ohne Probleme hochfährt und auch noch nach einigen Tests (Spiele/Anwendungen/Testprogramme) stabil läuft, dürfte es keine weiteren Probleme geben.

    Sollte das System nicht mehr stabil laufen oder schon beim Booten abstürzen, sind die Erhöhungen zu hoch und müssen wieder "runtergeschraubt" werden. Alternativ kann noch die Prozessorspannung (Vcore) erhöht werden, was meiner Meinung nach allerdings nicht zu empfehlen ist, da hier dir Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung und vorallem eine Verkürzung der lebensdauer des Prozessors erheblich höher liegt (Erhöhung des Vcore max. um 0.1V-0.3V, wobei 0.3V schon hart an der Belastungsgrenze liegt).

    Beispiel zum Erhöhen des Bustaktes:

    Ein Pentium III 700 wird standardmäßig mit den Einstellungen 100 x 7 betrieben. Durch Erhöhung des Bustaktes auf 103 MHz läuft der Prozessor auf 721 MHz (103 x 7). Mit dieser Methode können alle Prozessoren übertaktet werden, wenn das verwendete Motherboard eine Erhöhung des Bustakts ermöglicht.

    Beispiel zum Erhöhen des Multiplikationsfaktor:

    Ein Pentium II 266 wird standardmäßig mit den Einstellungen 66 x 4 betrieben (66 MHz Bustakt, Multiplier Einstellung 4 = 266 MHz). Durch Erhöhung des Multiplikationsfaktors auf 4,5 erreicht man, daß der Prozessor auf 300 MHz läuft (66 x 4,5). Dieses Verfahren funktioniert nicht bei Pentium III CPUs. Pentium II CPUs bis 300 MHz und Athlon CPUs können auf diese Weise übertaktet werden.

    Beispiel zu Sockel7-Boards:

    Ein Pentium 166 MMX übertaktet auf 208 MHz (83 x 2,5) arbeitet schneller als Pentium 233 MMX (66 x 3,5) ! Mit 208 MHz arbeitet der 166 MMX auch schneller als mit 225 MHz (75 x 3), was deutlich zeigt, daß die höchsten Leistungssteigerungen in Sockel 7 Systemen durch die Erhöhung des Bustaktes erreichbar sind.



    Hinweis:

    Für entstandene Schäden wird keine Haftung übernommen !


    Alle Angaben wie immer ohne Gewährleistung !
    © 2001-2016 Alle Rechte vorbehalten. Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" hat das Landgericht (LG) in Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf unseren Foren.