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  • Übertakten von AMD-Prozessoren:

    Bei AMD-Prozessoren gibt es grundsätzlich 2 Möglichkeiten zum Übertakten. Die 1. Möglichkeit ist das Erhöhen vom Multiplikators des Bustakt (FSB), die 2. Möglichkeit die sich bietet, ist die Erhöhung des Bustaktes (FSB) selber. Beide Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile, welche nun die Bessere ist, hängt vom jeweiligen System ab und kann hier nicht endgültig für alle Prozessoren geklärt werden.

    Grundsätzlich gilt: Eine Erhöhung des Bustaktes (FSB) wirkt sich auf das gesamte System aus, da der gleiche Takt z.B. auch vom Hauptspeicher verwendet wird. Dies hat zur Folge, dass andere Komponenten auch unter dem Übertakten leiden und das es nicht nur unbedingt am Prozessor liegen muss, wenn sich das System nicht sehr gut übertakten lässt. Bei der Erhöhung des Multiplikators wird ausschließlich der Prozessortakt erhöht, ohne Auswirkungen auf andere Komponenten des PC`s. Allerdings lässt sich der Multiplikator bei den neueren AMD-Prozessoren (Athlon/Athlon Thunderbird und Duron) nicht mehr so einfach verändern und es müssen spezielle Modifikationen am Prozessor vorgenommen werden.

    Erhöhen des Bustaktes (Front Side Bus):

    Hier gibt es wie bei Intel-Prozessoren, ebenfalls 2 unterschiedliche Varianten, welche ganz vom Motherboard abhängen. Bei den neueren Boards kann der "Front Side Bus" einfach im Bios verstellt werden, was die ganze Sache recht einfach macht. Meist, bei den etwas älteren Motherboards, muss der Bustakt am Motherboard direkt über sogenannte "Jumper" oder "Dip Switches" verstellt werden. Ein Blick in das Handuch des Boards dürfte hier das Problem klären.

    Beispiel zum Erhöhen des Bustaktes:

    Ein Pentium III 700 (sinngemäß für AMD) wird standardmäßig mit den Einstellungen 100 x 7 betrieben. Durch Erhöhung des Bustaktes auf 103 MHz läuft der Prozessor auf 721 MHz (103 x 7). Mit dieser Methode können alle Prozessoren übertaktet werden, wenn das verwendete Motherboard eine Erhöhung des Bustakts ermöglicht.

    Erhöhen des Multiplikators:

    Bei den etwas ältern AMD K6/2- und K6/3-Prozessoren wird der Multiplikator direkt auf dem Motherboard verstellt bzw. eingestellt, wieder über sogenannte "Jumper" oder "Dip Switches". Ein Blick ins Handbuch des Boards, dürfte aufschluß darüber geben, wo die "Jumper" bzw. "Dip Switches" sich befinden und welche Einstellungsmöglichkeiten machbar sind. Ein Problem, welches sich hier bei den älteren AMD-Prozessoren (K6/2-3) aufzeigt ist, dass sie eine schwache Floating Point Unit (FPU) besitzen und dadurch AMD gezwungen war, die Prozessoren mit einer relativ hohen Prozessorspannung von 2,4 Volt (ältere Intel-Prozessoren: 2,0 Volt) betreiben musste. Folge davon ist, dass diese Prozessoren schon sehr ausgereizt sind und schon geringe Erhöhungen des Taktes die CPU und das System instabil werden lassen.

    Bei den "Slot A" Athlons oder auch webweit als "Classic" Athlons bezeichneten Prozessoren, ist die Erhöhung des Multiplikators nicht so einfach zu bewerkstelligen wie noch bei den AMD K6/2-3 Prozessoren. Diese Prozessoren, wie übrigens die meisten neueren CPU`s (egal ob AMD oder Intel), haben einen verdrahteten bzw. festen Multiplikator. Sprich, der Multiplikator kann nur durch eine Manipulation am Prozessor selbst verändert werden. Um nun einen "Classic" Athlon zu übertakten, muss zuerst das Gehäuse geöffnet werden, was Zugang zum sogenannten "Debug-Port" schafft. Auf diesen "Debug-Port" lassen sich dann kommerziell erhältliche Module (auch "Goldfinger Device" genannt) aufstecken, die dann auf einfache Weise das Erhöhen des Multiplikators ermöglichen.

    Bei den "Sockel A" Athlons (Codename: Thunderbird) und Duron Prozessoren, lässt sich das Erhöhen des Multiplikators wieder etwas einfacher gestalten. Sollte man ein Sockel A Mainboard haben, wo der Multiplikator über "Jumper", "Dip-Switches" oder vielleicht auch über das Bios eingestellt werden kann, müssen auf dem Prozessor lediglich die sogenannten "L1-Brücken" (alle 4) sorgfälltig verbunden werden. Am Besten lässt sich das mit einem weichen (HB) Bleistift durchführen, der sich auch problemlos mit einem Radiergummi wieder entfernen lässt. Falls sich der Multiplikator im Anschluss immernoch nicht erhöhen lässt, einfach nochmal sorgfältig nacharbeiten und gegebenenfalls einen anderen Bleistift benützen, da es auch vorkommen kann, dass "einige wenige" Bleistifte keine guten Leiter sind (Leitsilber bzw. Platinenstifte (teuer) können auch verwendet werden).

    Sollte man ein Sockel A Motherboard besitzen, welches das Erhöhen des Multiplikators über "Jumper", "Dip-Switches" oder "Bios" nicht ermöglicht, wird es wieder etwas schwieriger den Multiplikator zu erhöhen. Bei diesen Boards haben die "L1"-Brücken keinerlei Funktion und es müssen die Brücken L3, L4, L6 und L7 bearbeitet werden. An dieser Stelle möchten wir euch an die Kollegen von OC-Inside verweisen, die dazu eine wirklich gut gelungene "interaktive Malanleitung" erstellt haben und auch alles weitere dazu sehr gut erklären.

    Sonderfall Duron:

    AMD hat bei den Duron-Prozessoren der neusten Produktion eine "Multiplikator-Sperre" eingebaut. Das heißt, dass der Trick mit dem Verbinden der "L1"-Brücken mit dem Bleistift nicht mehr funktioniert und der Multiplikator derzeit auch nicht mehr verstellt werden kann. Anhand der Seriennummer der Duron-Prozessoren kann man noch rausfinden, ob der Multiplikator sich ändern lässt oder nicht.

    Beispiel zum Erhöhen des Multiplikationsfaktor:

    Ein Pentium II 266 (sinngemäß für AMD) wird standardmäßig mit den Einstellungen 66 x 4 betrieben (66 MHz Bustakt, Multiplier Einstellung 4 = 266 MHz). Durch Erhöhung des Multiplikationsfaktors auf 4,5 erreicht man, daß der Prozessor auf 300 MHz läuft (66 x 4,5).

    Erhöhung der Vcore des Prozessors:

    Bei der Erhöhung der Vcore (Prozessorspannung) kann man erreichen, dass ein an der Grenze übertakteter Prozessor ebenfalls stabil läuft und nicht hin und wieder zu abstürzen oder ähnlichem neigt. Hier ist aber zu besonderer Vorsicht geraten, da schon kleine Erhöhungen die CPU sehr warm laufen lassen, was sehr schnell zu verkürzter Lebensdauer und sogar zur Zerstörung des Prozessors führen kann. Die Erhöhungen können, wie auch beim Erhöhen des Multiplikators, entweder über "Jumper", "Dip-Switches", dem Bios erhöht werden oder falls nötig, kann auch mit hilfe der bereits erwähnten "interaktiven Malanleitung" die Veränderungen vorgenommen werden.



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