Startseite


Communities: 
  • Hardware-FAQ
  • Diskussionsforen
  • RC5-72 Projekt
  • RC5-Proxy
  • Forenarchiv

  • Im Test: DigitalRise DTV PCI Sat FTA 1020A - Seite 1/3

    Am PC fernzusehen ist mittlerweile nichts Neues mehr. Spätestens mit der Einführung von sog. HTPCs wurde das im PC integrierte Fernsehen auch im Wohnzimmer salonfähig. Damit dabei auch bequem und ohne Maus- und Tastatureinsatz der Sender gewählt werden kann, gibt es viele unterschiedliche Modelle, die sogar mit einer eigenen Fernbedienung im Lieferumfang auftrumpfen.
    Zu diesen Modellen gehört im unteren Preissegment auch die DigitalRise DTV PCI Sat FTA 1020A, die auch als Twinhan Vision DTV Sat 1020A auf dem Markt zu finden ist.

    PCI DVB-S Receiver


    Welche Startprobleme wir mit dieser Karte hatten und wie der Test dennoch erfolgreich verlief, ist im Folgenden zu erfahren. Zuvor möchten wir uns aber kurz über die Vorgeschichte dieses Tests auslassen.

    Vorgeschichte des Tests und Exkurs

    Eigentlich sollte dieser Test schon wesentlich früher stattfinden, jedoch ergaben sich mit den zunächst dafür angedachten PCI DVB-S Karten Vision DTV 1022A aus dem Hause Twinhan massive Probleme. Erstere, für den Test erworbene Karte "beglückte" uns mit mangelhafter Funktion, die sich zunächst dadurch äußerte, dass beim Satellitenscan sämtliche deutsche Sender der ProSiebenSat.1-Media AG übersehen wurden, was sich auch nicht durch einen manuellen Scan des betreffenden Transponders beheben ließ. Störende DECT-Telefone und mangelhafte Empfangsqualität können wir ausschließen, da am gleichen Anschluss eine zu Testzwecken eingerichtete TechniSat Skystar2 problemfrei ihren Dienst verrichtete.
    Weitere Minuspunkte erntete die 1022A durch immerwährende Fehlermeldungen bezüglich mangelhafter Signalstärke beim Umschalten zwischen einzelnen Sendern...

    Fehlermeldung


    ...und das trotz des, laut Software akzeptablen und ausreichend starken Signals. Ganz besonders rätselhaft schien uns diese Situation, da das umschalten beim dritten oder vierten Versuch in aller Regel klappte.

    Empfangsstärke u. -qualität


    Doch damit noch nicht genug. Da sich die Probleme mit unserer ersten Karte nicht lösen ließen, tauschten wir sie "kurzerhand" (Dauer: 1,5 Monate) um. Allerdings verschlimmbesserte sich die Situation bloß, denn die neue Karte erwieß sich als völlig funktionsuntüchtig. Mit ihr war kein Empfang eines Satellitensignals möglich. Leider enttäuschte nicht nur die Hardware, auch der Support, dem wir per mehrmaliger Anfrage unser Problem schilderten, hat sich nach nunmehr fast 13 vergangenen Monaten noch immer nicht zu einem Statement respektive einem Lösungsvorschlag hinreißen lassen.
    Nach diesen Glanzvorstellungen der Vision DTV 1022A hatten wir unser Interesse an diesem Modell gänzlich verloren und griffen zur 1020A, die auch unter dem Label "DigitalRise" vertrieben wird. Ob wir dabei enttäuscht wurden, oder ob sich der Wechsel gelohnt hat, ist im folgenden Test zu lesen.

    Exkurs: DVB-S/-T/-C/-H und DAB - was ist das?

    Obwohl es eigentlich weniger mit dem folgenden Test in Verbindung zu bringen ist, möchten wir das Kürzel DAB mit in den Inhalt aufnhemen. Grund dafür bietet uns die Tatsache, dass es sich hierbei - wie auch bei allen anderen Standards - um einen digitalen Übertragungsstandard für frei und verschlüsselt empfangbare Medien handelt. DAB steht dabei für Digital Audio Broadcast und meint im klassischen Deutsch nichts weiter als die digitale Ausstrahlung von Radiosendern. Für den Empfang dieses Standards sind spezielle DAB-Radios notwendig, die leider nach wie vor für die gebotenen Gegenleistung einfach zu teuer sind.

    DVB steht in Ergänzung zum digital ausgestrahlten Radio für Digital Video Broadcast und dabei für die digitale Übertragung von frei empfangbaren (Free To Air - FTA) und bezahlungspflichtigen (Pay-TV) TV-Programmen. Die einzelnen Buchstaben hinter DVB bezeichnen dabei jeweils den Übertragungsweg und stehen somit für:
  • S: Satellit
  • T: Terrestrisch und
  • C: Kabel (Cable).
  • H: Mobiltelefonie (Handheld)


  • Für den Empfang von DVB-S benötigt man neben einem entsprechendem Empfangsgerät (Receiver) auch eine digitaltaugliche Satellitenanlage, die idealerweise aus einer min. 80cm großen Parabolantenne (sog. "Sat-Schüssel") und einem digitaltauglichem LNB (Low Noise Block Converter - rauscharmer Signalumsetzer; synonym gebraucht für LNC, LNF, LNBF) sowie unter gewissen Voraussetzungen noch zusätzlich aus einem Multischalter besteht.

    Etwas einfacher, aber auch mit wesentlich weniger Bandbreite und damit einer um ein Vielfaches reduzierten senderauswahl geht es beim DVB-T Standard zu. Hierbei wird das Signal terrestrisch, d.h. erdgebunden ausgestrahlt und kann im Rahmen von einfachen Zimmer- oder Dachantennen empfangen werden. Benötigt wird allerdings auch hier ein spezieller Empfänger, der das ankommende, digitale Signal in ein für die meistens noch gebräuchlichen analogen TV-Empfangsgeräte brauchbares Signal konvertiert. zusätzlich dazu richet sich der Empfang innerhalb Deutschlands zum derzeitigen Zeitpunkt immer noch danach, ob DVB-T schon im entsprechenden Gebiet verfügbar ist. Eine bundesweite Versorgung mit DVB-T soll aber bis 2008 abgeschlossen sein.

    Ganz ähnlich wie beim terrestrischen DVB geht es beim kabelgebundenen DVB-C zu. Auch hier ist die Senderauswahl beschränkt und für den Empfang wird wie üblich ein zusätzliches Gerät benötigt. Ebenso wie bei DVB-T wird auch bei DVB-C vom Netzbetreiber mehr oder minder festgelegt, welche Programme letztendlich über den heimischen Bildschirm flimmern.

    Der letzte und jüngste Standard im DVB-Bund ist DVB-H. Er soll es ermöglichen, dass auch Handys und ähnliche Geräte mit Multimediadiensten - insbesondere Fernsehen - versorgt werden können. DVB-H basiert dabei auf dem gleichen Prinzip wie DVB-T und wird ebenso über terrestrische Sendeanlagen ausgestrahlt und befindet sich in Deutschland derzeit (Stand Januar 2006) noch im Aufbau- und Versuchsstadium.

    Auch wenn sich die DVB-Standards in gewissen Details unterscheiden, so haben sie doch alle eines gemeinsam: die Übertragung des Signals erfolgt digital und komprimiert als MPEG2-Datenstrom. Vorteil der digitalen Übertragung ist gemäß des digitalen Grundsatze 0 und 1 oder an und aus, dass das auf dem Bildschirm ersichtliche Bild nur bedingt qualitativen Schwankungen unterworfen ist. Diese Schwankungen manifestieren sich bei entsprechend schlechter Empfangsqualität in Artefakten oder Abbrüchen in der Übertragung - grieseliges Bild, Schneegestöber oder andere Qualtätsminderungen aus der analogen Empfangswelt gibt es hierbei nicht. Das Bild ist entweder da oder nicht - o oder 1, an oder aus.

    Verpackung und Lieferumfang

    Geliefert wird die DigitalRise-Karte in einer recht ansehnlich gestalteten Pappverpackung, die offenbar nicht nur PCI-Karten zum Inhalt hat, sondern auch für externe USB-Boxen verwendet wird. Grundsätzlich gibt es daran nichts auszusetzen, da sich auf diese Weise Kosten für Verpackungsmaterial sparen lassen, die am Ende auf den Kunden umgelegt würden.

    Verpackung


    Auf der Verpackung finden sich einige Basisinformationen, wie z.B. die Mindestanforderungen an das System und einige Ausstattungsmerkmale, die die Karte zu bieten hat. Zussätzlich dazu befindet sich auf dem Karton ein Aufkleber mit Produkt- und Seriennummer der innenliegenden Karte.

    Im inneren des Kartons befindet sich ein weiteres Pappbehältnis, dass zum Inhalt die PCI Sat-Karte, eine Fernbedienung, passende Batterien, ein IR-Empfänger,...

    Lieferumfang


    ...zwei Treiber- und Software-CDs sowie eine, in 5 Sprachen abgefasste, kurze Installationsanleitung hat.

    Lieferumfang


    Damit ist alles für den - zumindest theoretisch - problemfreien Start gegeben.

    Technische Details und Systemvoraussetzungen

    Die Platine der Vision DTV 1020A ist in einem kräftigen rot gefertigt und beherbergt neben einem LG-Tuner...

    PCI DVB-S Receiver


    ...einen Connexant Fusion 878A Chip (auch BT878A), der letztendlich dafür zuständig ist, dass auf dem Bildschirm ein Fernsehbild ankommt. Dieser Chip ist bei analogen wie digitalen TV-Karten weit verbreitet und somit u.a. auf einigen Modellen von Typhoon, Terratec, Leadtek zu finden.

    Conexant MPEG-Decoder


    Neben seiner Hauptfunktion als PCI Video Decoder hat der Fusion 878A auch noch einige andere Features zu bieten, wie untenstehende Grafik (Quelle: Conexant) verdeutlichen soll. Jedoch kommen die meisten hier nicht zur Anwendung.

    Quelle: Conexant


    Des weiteren ist der BT878A Linux-kompatibel, was die Karte im Rahmen eines LinVDR interessant machen kann.

    Bei den Systemvoraussetzungen geht es relativ sparsam zu, was in Zahlen ausgedrückt folgendes für die Grundkomponenten des PCs bedeutet:

  • CPU: min. 500MHz
  • RAM: min. 128MB
  • Grafikkarte oder onBoard VGA: min 8MB
  • Betriebssystem: ab Windows 98SE


  • Des weiteren werden für den Betrieb ein freier USB-Anschluss für den IR-Empfänger benötigt, eine Soundkarte bzw. ein onBoard Soundcontroller muss vorhanden sein und bei Verwendung von Windows als Betriebssystem muss dieses mindestens über DirectX 8.1 verfügen.

    Seite 1/3: 1 2 3




    Alle Angaben wie immer ohne Gewährleistung !
    © 2001-2016 Alle Rechte vorbehalten. Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" hat das Landgericht (LG) in Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf unseren Foren.