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VIA Epia M10000 im Test - Seite 5/5
Abschließende Worte:
Um die Performance noch etwas zu verbessern würden wir eigentlich empfehlen, den "OnDieCache", welcher insgesamt nur 192 KByte (64 KByte L1 und 128 KByte L2 Cache) groß ist zu erweitern und den Frontsidebus (momentan nur 1066 MByte/s schnell), also die Geschwindigkeit der externen Schnittstelle für Arbeitsspeicher und Peripherie, zu beschleunigen.
Diese beiden Dinge hat Via jedoch schon für den Nachfolger vorgesehen. So soll der 1st-Level Cache nun 128 KByte groß sein und der 2nd-Level Cache gar 256 KByte. Der Frontsidebus wurde von 133MHz auf ganze 800MHz beschleunigt und ist somit wieder zeitgemäß und sogar konkurrenzfähig zu dem des Pentium 4 und dem des AMD Athlon 64. Ob der Nachfolger es schaffen wird ebenso wenig Leistung zu verbraten und auch nur 1,35V Vcore zu benötigen sei nun dahingestellt.
Um das System spieletauglich zu machen, wäre es sinnvoll, das System mit einem aktuellen Grafikchip samt Grafikspeicher auszustatten. Das Problem hierbei ist der große Leistungsbedarf dieser Grafiksysteme, welcher zum Teil bei über 100 Watt pro Stunde liegt. Damit ließen sich dann 3-4 EPIA M10000 Systeme betreiben, was somit natürlich dem gesamten Konzept der EPIA-Systeme widersprechen würde.
Fazit:
Das VIA EPIA M10000 ist ein sehr stabiles und zuverlässiges System. Bei der Arbeitsspeicherwahl erwies es sich als anspruchslos und lief sogar mit OEM-Speicher, welcher in unserem alternativem System das auf den nForce2-Chipsatz basiert kaum lauffähig ist, d.h. mit diesem Speichermodul trat beim Laden von Windows ein Bluescreen auf.
Das Board erwies sich als zuverlässiger Partner für Office- und Multimediaanwendungen. Aber auch im Home-Server-Einsatz erwies sich das System als höchst zuverlässig, so erfüllt es zur Zeit zusammen mit einem vollbestückten acht Kanal S-ATA RAID-Controller seine Aufgabe als Fileserver unter Debian Linux sehr zuverlässig mit maximal 70% Prozessorauslastung bei 99 gleichzeitigen zugriffen. Auch hier muss der wirklich gute Klang des Soundchips nocheinmal erwähnt werden, welcher weit über dem Niveau der üblichen onboard-Soundchips liegt.
Kommen wir nun zum Kritikpunkt: Nicht gefallen hat uns der verbaute 40x40 mm Lüfter. Zum Einen da er unter Verwendung eines größeren Kühlkörpers überflüssig ist und zum Anderen ist er mit schätzungsweise 25 bis 30 dB relativ laut, somit auch ausserhalb eines geschlossenen Gehäuses noch deutlich wahrnehmbar. Hier würde uns ein leiseres Modell, z.B. aus dem Hause Papst besser gefallen. Alternativ wäre es auch möglich einen größeren Lüfter zu verbauen, der dann langsamer drehen würde während er die selbe Menge an Luft fördert.
Aufgrund der geringen Abmessungen und des geringen Leistungsbedarfs ist das System perfekt für Mini-Computer und Wohnzimmer-PCs geeignet. Das man dafür Opfer bringen muss ist klar, aufgrund der geringen Abmessungen bietet das System lediglich einen einzigen PCI–Slot, was aber zu verschmerzen ist, da das Board von Haus aus schon alles wichtige mitbringt.
Im Großen und Ganzen hat sich das EPIA M10000 System prima geschlagen, es ist sicherlich eine Kaufempfehlung wert!
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