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  • Review: Yeong Yang YY-5604 Magic-Fleece gedämmt - Seite 3/3

    Test

    Für den Test des Gehäuses ließen wir unseren Testrechner umziehen. Bei dieser Gelegenheit spendierten wir unserem treuen Gefährten auch gleich noch ein paar andere Geräte, die wir noch in unserem Bestand fanden. So fanden gemäß den Vorgaben des Gehäuses zwei 120mm Gehäuselüfter ein neues Zuhause und da wir den Betrieb des Rechners so leise wie möglich gestalten wollten, kam auch gleich noch eine Lüftersteuerung hinzu. Des weiteren bekam der Testrechner eine neue CPU, die bei geringerer Abwärmeleistung den gleichen Takt wie unsere vorhergehende CPU schafft. Grund dafür ist der sonstige Betrieb des Rechners als RC5-72 Cruncher, bei nun etwas leichterer Kühlung.

    Testsystem:
  • CPU: AMD Athlon 64 3200+ @ 2,4GHz @ 1,42V
  • Board: MSI K8N Neo2 Platiunum, aktiv gekühlter Chip
  • Grafik: Gainward GeForce FX 5900XT, passive gekühlt durch Thermaltake Schooner Fanless
  • Speicher: 1024MB (2 x 512MB) Geil Value Select PC3200 DDR400
  • Festplatten: 30GB Maxtor P-ATA + 40GB IBM P-ATA
  • DVD-RW: NEC 8x DVD-Brenner
  • Netzteil: NoiseMagic/AcBel NMT-2 F/2GML
  • CPU-Kühler: Arctic Cooling Freezer 64
  • Gehäuselüfter: 1 x 120mm Revoltec Dark Blue (vorn); 1 x 120mm Enermax (hinten); 1 x 80mm Titan (unter der ersten Festplatte); 1 x 40mm (Lüftersteuerung; abgeschaltet/wirkungslos, da hinter Fronttür)
  • Lüftersteuerung: CoolerMaster Aerogate II, 4-Kanal, Regelbereich 0 - 12V


  • verbaute Hardware


    Auf Grundlage der "Inkompatibilität" des Blowholes mit unserem Board & CPU-Lüfter, verschlossen wir es mit einem der beigelegten Dämmmatten-Zuschnitte. Gleiches vollbrachten wir an den darunter liegenden Belüftungsöffnungen. Der Einbau sämtlicher Komponenten gestaltete sich erwartungsgemäß einfach. Die Festplatten und der DVD-Brenner waren dank der Montageschienen schnell und sicher verbaut und auch die Lüftersteuerung ließ sich nach etwas Bastelei ein wenig zurückversetzt im Gehäuse mittels verschraubter Montageschienen integrieren.

    DVD-RW +  Lüftersteuerung


    Das zurückversetzen war notwendig, da der Drehknopf der Lüftersteuerung sonst gegen das in der Fronttür verklebte Dämmmaterial gedrückt hätte. Ähnliches galt beim Einbau des Netzteils. Die an dieser Stelle verklebte Dämmmatte war von ihrer Stärke her so mächtig, dass ein Einbau zunächst nicht möglich war. Auf Grund des Aufbaus der Dämmmatten, die aus einzelnen, miteinander verbundenen Schichten bestehen, entschlossen wir uns dazu, einfach eine Schicht abzutrennen. Zu unserer Freude ging dies erstaunlich leicht und sauber mit dem Resultat von statten, dass unser Netzteil nun passte.

    Nachdem alles fertig verbaut war, nahmen wir den Rechner umgehend in Betrieb und erlebten das, was wir uns von diesem, speziell mit Dämmmatten ausgestatteten Gehäuse erwartet hatten - es blieb bei einer sehr angenehmen Lautstärke. Gänzlich weg dämmen lassen sich die durch die Lüfter verursachten Geräusche nicht, aber der besonders lärmende Chiplüfter des Boards wurde nun in seiner Geräuschkulisse derart gezähmt, dass sogar wieder Office-Arbeiten an diesem Rechner ohne weiteres durchgeführt werden können.

    Schallgedämmten Gehäusen wird regelmäßig - und das nicht ohne Grund - nachgesagt, dass sie ein schlechteres Abwärmeverhalten an den Tag legen. Grund dafür ist das Dämmmaterial, das natürlich nicht nur bei Schall, sondern auch bei Wärme einen idealen Isolator bildet. Diesem Sachverhalt kann man nur mit einer ausreichend dimensionierten Gehäusebelüftung entgegenwirken - in unserem Fall wie oben angegeben.
    Durch die integrierte Lüftersteuerung lassen sich die Lüfter bis an ihr unteres Drehzahllimit bringen, was besonders beim hinten verbauten 120mm Enermax-Lüfter Sinn macht, da dieser bei 12V (ca. 2300U/min) wahrlich wie ein Triebwerk lüftet und eine ebensolche Geräuschkulisse produziert. Nach Ruhigstellung dessen durch den Betrieb mit ca. 900U/min haben wir noch immer bei fast nicht mehr zu vernehmender Lautstärke eine mehr als ausreichende Gehäusebelüftung, wie folgender Test aufzeigen soll.

    Für diesen Test wurde der Rechner dem üblichen Procedere in einer gekürzten Fassung unterzogen. Die Raumtemperatur betrug während des Tests durchgehend 20°C und es wurde das System über eine Stunde lang mit dem RC5-72 Client sowie dem Benchmark 3-DMark05 betrieben, um für reichlich Wärme im Rechner zu sorgen. Die einzelnen Temperaturwerte wurden mittels Speedfan dokumentiert und im Anschluss ausgewertet.
    Settings:
  • CPU: 2,4GHz @ 1,42V
  • Lüfter vorn: ca. 990U/min
  • Lüfter hinten: ca. 900U/min
  • Lüfter Festplatte: ca. 1300U/min
  • alle weiteren Lüfter im Standardbetrieb, nicht bzw. automatisch geregelt

  • Messwerte:
  • CPU max.: 43°C
  • Board max.: 34°C


  • Fazit

    Obwohl es eigentlich in Anbetracht der verbauten Lüfter nicht der Fall sein sollte, so waren wir doch angenehm überrascht von den erreichten Ergebnissen. Grund dafür ist sicherlich nicht zuletzt auch der direkt im Abluftstrom des CPU-Kühlers liegende 120mm Lüfter in der Gehäuserückwand. Dieser bewirkt in Kombination mit dem Netzteillüfter eine offensichtlich sehr wirkungsvolle Gehäuseentlüftung und sorgt dabei für mehr als angenehme Temperaturen innerhalb des Gehäuses. Der zusätzlich in der Gehäusefront integrierte Lüfter trägt natürlich auch seinen Teil bei, wobei auf Grund der Konstruktionsweise des Gehäuses und der angebrachten Dämmmatten dessen Wirkungsraum weitestgehend auf den Festplattenkäfig beschränkt bleibt.
    Ebenso wie uns das thermische Verhalten des Gehäuses trotz der sehr wirkungksvollen Schalldämmung überzeugte, so sorgte auch das Innere und Äußere des YeongYang für Freude. Besonders hervorheben möchten wir an dieser Stelle nochmal die recht kratzfeste und sauber ausgeführte, schwarze Lackierung, die umgelegten bzw. gefalzten Blechkanten im Inneren des Gehäuses, die für ein verletzungsfreien Einbau der Hardware garantieren sowie das Schließsystem im linken Seitenteil und die einfache, werkzeuglose Montagemöglichkeit von Laufwerken mittels beigelegter Laufwerksschienen. Weniger Freude hatten wir mit der Kunststoff-Front, die auf Grund ihrer Leichtigkeit und der verbauten Fronttür leicht zu Schwingungen anzuregen ist und dadurch schnell zu Brummgeräuschen neigt, die in unserem Fall dem nicht entkoppelten CPU-Lüfter zu verdanken waren. Hier hilft nur eine ordentliche Entkopplung der entsprechenden Lüfter, da die Front zwar über eine Schalldämmung, jedoch nicht über eine wirkungsvolle Schwingungsdämpfung verfügt.

    Dies gilt allerdings nicht für den Rest des Gehäuses. Dieses ist auf Grund von Materialwahl- und dicke ohnehin schon gewichtsmäßig "vorbelastet", was im Hinblick auf die Schwingungsunanfälligkeit einen entscheidenden Vorteil schafft der nun noch durch die sauber verklebten Magic-Fleece Dämmmatten in puncto Körperschallabsorption perfekt ergänzt wird.

    Wir kommen daher zu dem Schluss, dass es sich beim YeongYang YY-5604 um ein wirklich universell einsetzbares Gehäuse handelt. Für den Einsatz als Wohnzimmer-PC eignet er sich zwar weniger, aber bei entsprechend ausgefallener Einrichtung könnte er auch hier ein Zuhause finden. Seine offensichtlichen Stärken liegen aber auf jeden Fall im Office-Bereich. Hier kann der YeongYang Midi-Tower mit seinem dezenten und doch gleichzeitig schicken Auftreten voll punkten. Im perfekten Einklang zu diesem Verwendungszweck stünde zudem die Schalldämmung aus dem Hause Noisemagic - wer möchte schon einen laufenden Staubsauger unter dem Schreibtisch stehen haben. Natürlich können auch Gamer mit diesem Gehäuse glücklich werden - Platz bietet er genug, die Be-/Entlüftung arbeitet auch bei "hitzigeren" Komponenten ausreichend effektiv und wenn mal nicht gezockt wird, kann dieser Rechner dank seines leisen Auftretens auch mal für das abspielen einer DVD oder MP3-Files her halten. All diese Gründe veranlassen uns abschließend dazu, dass wir dem YeongYang YY-5604 in der von uns getesteten Version aus dem Hause Noisemagic unseren "Best Hardware"-Award verleihen.

    Best Hardware


    Das Gehäuse ist incl. der verbauten Dämmung über Noisemagic für knapp 100 Euro zu beziehen.

    Visit NoiseMagic


    S.K.


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