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Netzteiltest: Silverstone Strider ST60F - Seite 3/3
Test
Der Test des Netzteils erfolgte aus noch ungeklärten Betriebsstörungen mit unserem üblichen Testsystem auf einem alternativen, offenen Versuchsaufbau, der ebenfalls auf einem Athlon 64 System basiert. Die dabei enstandenen Messwerte resultieren einmal aus dem Betrieb des Rechners ohne weitere Aufgaben, d.h. dem Idle-Betrieb, in dem lediglich das Betriebssystem mit den gängigen Hintergrundprozessen lief. Andererseits wollten wir natürlich herausfinden, wie sich das Netzteil bei Belastung verhält. Dafür belasteten wir unseren Testaufbau mit dem Spiele-Benchmark 3D-Mark05 sowie dem RC5-72 Client, um eine kontinuierliche Auslastung des Systems zu gewährleisten. Sämtliche das Netzteil betreffende Messwerte wurden am Netzteil mit einem digitalen Mutlimeter abgegriffen, wobei jeweils - falls nicht anders angegeben - das Minimum dokumentiert wurde. Bei der Messung der belasteten 12V-Schienen wurde auf Grundlage der obigen Angaben gearbeitet und an den entsprechenden Anschlüssen am Netzteil gemessen. Alle weiteren Messwerte wurden durch auslesen der Motherboard- bzw. Grafikkartensensoren mit Everest Home ermittelt.
Testsystem (angegebene Frequenzwerte sind Realtakt-Werte):
AMD Athlon 64 3500+ Venice, wassergekühlt
Asus A8V Deluxe, Bios Version 1014, NB wassergekühlt
2x 512MB RAM Geil Value PC3200
ATI Radeon X800Pro, gekühlt durch AC Silencer
Samsung S-ATA 80GB Festplatte
MSI W-LAN PCI-Karte
offener Versuchsaufbau; Wasserkühlung bestehend aus 2 entsprechenden Kühlern an einem aktiv gekühlten Triple-Radiator, Wasserbewegung durch Innovatek HPPS+ Pumpe
Test 1 - Idle-Betrieb
Ausgangswerte:
CPU: 2,6GHz @ 1,49V
RAM: 200MHz @ 2,6V
Grafik: 472MHz/450MHz (GPU/Mem)
Messwerte nach 1 Stunde Leerlauf:
3,3V: 3,34V (max. 3,35V)
5V: 5,15V (max. 5,16V)
12V1: 12,32V (max. 12,34V)
12V2: 12,34V (max. 12,35V)
12V3: 12,32V (max. 12,33V)
Test 2 - Lastbetrieb
Augangswerte:
CPU: 2,6GHz @ 1,49V
RAM: 200MHz @ 2,6V
Grafik: 505MHz/505MHz (GPU/Mem)
Messwerte nach 1 Stunde während eines Testdurchlaufs:
3,3V: 3,32V (max. 3,34V)
5V: 5,13V (max. 5,16V)
12V1: 12,29V (max. 12,32V)
12V2: 12,29V (max. 12,32V)
12V3: 12,29V (max. 12,31V)
Sämtliche Werte in der Übersicht:

Fazit
Mit dem Silverstone Strider ST60F hatten wir ein sehr leistungsfähiges und zudem leise arbeitendes Netzteil auf unserem Prüfstand. Dass das Netzteil während der Testdurchläufe einen subjektiv leisen Eindruck hinerließ, vermag zum einen daran liegen, dass der Testaufbau offen war und dadurch keine negative Beeinflussung durch die im PC-Gehäuse entstehende Abwärmekonzentration, verursacht von verbauten Komponenten, bestand. Zum anderen wird die verbaute Lüftersteuerung einen maßgeblichen Beitrag geleistet haben, den Lüfter so leise wie möglich zu betreiben. Während des gesamten Testzeitraums vernahmen wir lediglich das leise rauschen der durchgesetzten Luft, gepaart mit einem leichten brummen des Lüfters, das aber nicht als besonders störend beurteilt werden kann.
Hinsichtlich des Leistungspotenzials des Netzteils hat es anhand der ermittelten Spannungswerte gezeigt, dass es noch reichlich Reserven für stärkere Systeme bereit hält. Besonders auf Grundlage der 4 separat arbeitenden 12V-Schienen besteht hier ein ganz besonderes Potenzial für umfangreich ausgestattete Systeme, die durch die hohe Anschlussfreudigkeit des Netzteils problemfrei betrieben werden können.
Auf allen anderen Systemen, bei denen die Ausstattung weniger vielfältig ausfällt, kommt das modulare Stecksystem der am Netzteil befindlichen Anschlüsse zum tragen. Somit besitzt das Netzteil nicht nur einen praktischen, sondern zugleich auch einen weiteren - neben dem durchaus ansprechenden, in schwarz gehaltenen Gehäuse - optischen Nutzen, der zudem noch der optimalen Luftzirkulation innerhalb des Rechnergehäuses zuträglich ist.
Auf Grundlage dieses Tests und der Ausstattung des Netzteils mit SLi-tauglicher PCI-E Stromversorgung, den erwähnten Sicherheistfeatures und dem modularen Stecksystem - um nur einige Merkmale anzuführen - empfehlen wir das Silverstone Strider ST60F allen, die auf der Suche nach der entsprechenden Stromversorgung für ihr High-End PC-System sind und dabei großen Wert auf Stabilität und Leistungspotenzial legen. Diesen Ansprüchen wird das Netzteil in jeder Hinsicht gerecht. Den unverbindlich empfohlenen, recht hohen Verkaufspreis von ca. 149 Euro sehen wir im Zusammenhang mit dem prädestinierten Einsatzgebiet des Netzteils als unproblematisch an, da diese Investition im Vergleich zu den übrigen Systemkomponenten aller Wahrscheinlichkeit nach die preiswerteste bleiben wird und beim eigentlich wichtigsten Bauteil eines Rechners - der Stromversorgung - in solchen Fällen das ansetzen des Rotstiftes keinerlei Sinn ergibt. Diesen Test abschließend verleihen wir dem Silverstone Strider ST60F also unseren "Best Hardware" Award.


S.K.
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