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Netzteiltest: Silverstone Nightjar ST30NF - Seite 3/3
Test
Für den Test des Netzteils erfolgte einmal der Anschluss an unser, auch in anderen Reviews Anwendung findendes Testsystem. Zum anderen erfolgte der Einbau des Netzteils in unseren HTPC, dessen Gehäuse ebenfalls von Silverstone zur Verfügung gestellt wurde.
Die Messungen der Spannungswerte geschah auf unserem Testrechner im offenen Versuchsaufbau, d.h. mit nicht im Gehäuse verbautem Netzteil. Im HTPC handhabten wir die Sache ähnlich, allerdings mit einem im offenen Gehäuse verbauten Netzteil. Aus diesem Grund und aus der Variabilität von Gehäusebelüftungsmöglichkeiten heraus, können und möchten wir keine verbindlichen Aussagen über den Einfluss des Netzteils auf die Gehäusetemperatur machen. Es sei vornweg angemerkt, dass sich das Netzteil während des Betriebs auf unserem Testrechner unter Volllast auf gemessene 48°C erwärmte. Diese Abwärme muss bei geschlossenem Gehäuse über die Gehäusebelüftung entsorgt werden, weshalb hier nach wie vor Lüfter zum Einsatz kommen sollten.
Die Messwerte resultieren zum einen aus dem Betrieb des Rechners ohne weitere Aufgaben, d.h. dem Idle-Betrieb, in dem lediglich das Betriebssystem mit den gängigen Hintergrundprozessen lief. Andererseits war es natürlich iun unserem Interesse herauszufinden, wie sich die Spannungen des Netzteils unter Last verhielten. Zu diesem Zweck wurden Testrechner und HTPC im Hinblick auf die CPU mit dem RC5-72 Client ausgelastet Des weiteren erfolgte eine weitere Belastung der Systeme mittels der Spiele-Benchmarks 3DMark03 (HTPC) und 3DMark05 (Testrechner).
Test 1: Testrechner
CPU: AMD Athlon 64 3200+ @ 2,4GHz @ 1,42V
Kühler: Arctic Cooling Freezer 64
Board: MSI K8N Neo2 Platiunum, aktiv gekühlter Chip
Grafik: Gainward GeForce FX 5900XT, passiv gekühlt durch Thermaltake Schooner Fanless
Speicher: 1024MB (2 x 512MB) Geil Value Select PC3200 DDR400
Festplatten: 30GB Maxtor P-ATA + 40GB IBM P-ATA
DVD-RW: NEC 8x DVD-Brenner
Messwerte nach 1 Stunde Leerlauf:
3,3V: 3,42V
5V: 5,07V
12V: 12,09V
Messwerte nach einer Stunde Lastbetrieb:
3,3V: 3,41V
5V: 5,09V
12V: 11,96V
Test 2: HTPC
CPU: AMD Sempron 2800+ @ 1,6GHz @ 1,40V (62W TDP)
Kühler: Silverstone Nitrogon NT01 Rev. 2.0
Board: Asus K8N, passiv gekühlter Chip
Grafik: Asus GeForce 4200Ti, passiv gekühlt durch modifizierten Cooler Master Viva Cool VHC-L61
Speicher: 512MB RAM Nanya PC 2700 DDR333
Festplatte: 40GB Samsung SpinPoint SP0411N P-ATA
DVD-ROM: Toshiba SD-M1612
Gehäuse: Silverstone LC16M
Gehäuselüfter: 1 x 80mm Silenx IXTREMA Pro 11dBA (vorn); 2 x 80mm Silenx IXTREMA Pro 11dBA (hinten)

Messwerte nach 1 Stunde Leerlauf:
3,3V: 3,44V
5V: 5,08V
12V: 12,24V
Messwerte nach einer Stunde Lastbetrieb:
3,3V: 3,44V
5V: 5,1V
12V: 12,15V
Die geringere Belastung durch die bedeutend weniger stromhungrige Konfiguration unseres HTPCs ist offensichtlich und hat zum Vorteil, dass sich die Abwärmeentwicklung des Netzteils hier sehr in Grenzen hält. In der Praxis bedeutet das, dass wir bei der Belastung unseres HTPCs auch bei geschlossenem Gehäuse noch nicht über die 40°C-Marke kamen, was eine äußerst leise Kühlung ermöglicht.
Etwas rätselhaft ist uns der Anstieg der Spanunngen auf der 5V Schiene unter Belastung des Netzteils. Eine wirkliche Erklärung hierfür haben wir nicht. Allerdings haben wir auch keine Einwände, da die Spannungen im Rahmen der Toleranzen bleiben und nicht einbrechen.
Alle Werte nochmal in der Übersicht:

Fazit
Mit dem Silverstone Nightjar ST30NF hatten wir ein - wie wir feststellen mussten - recht starkes 300W Netzteil auf unserem Prüfstand. Wenn sog. "Billig"-Netzteile dieser Kategorie schon am Lastbetrieb unseres Testrechners verzweifelten, so zeigte das Nightjar ST30NF hier wahre Stärke. Diese wurde zwar auch mit einer recht hohen Gehäusetemperatur honoriert, die sich aber auch im Rahmen der lüfterlosen Konstrktionsweise nicht vermeiden lässt.
In seiner Gesamtheit haben wir also einen sehr positiven Eindruck erhalten, was insbesondere auch für die hohe Anschlussfreudigkeit, den separaten PCI-Express Stecker für Grafikkarten und die Spannungsstabilität des Netzteils gilt, die es für stärkere Mittelklassesysteme prädestiniert. Unsere Empfehlung geht daher an alle, die ein möglichst leises System bauen wollen, das im Großen und Ganzen für Büro, Internet oder Multimedia dient, aber auch für gelegentliche Spielerunden genügend Power bietet. Im Rahmen dieses Tests verleihen wir hierfür unseren "Best Hardware" Award.


S.K.
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