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Netzteiltest: Silverstone Nightjar ST30NF - Seite 2/3
Inneres
Das Innere des Netzteils ist gut vor neugierigen Blicken von außen geschützt untergebracht und auch recht schwer zu erreichen. Grund dafür ist die Tatsache, dass es in diesem Netzteil keinerlei zu wartende Komponenten gibt und dass ein Blick in's Netzteil auch immer mit dem Riskiko eines elektrischen Schlags verbunden ist.
Nichtsdestotrotz wollten wir natürlich einen Blick in's Innere riskieren, auch wenn wir dabei nicht viel zu Gesicht bekommen haben. Dazu lösten wir die diversen Schrauben, mit dem das Netzteilgehäuse zusammengehalten wird und nahmen den oberen Konvektor ab.

Das uns daraufhin gebotene Bild erinnert stark an heutzutage regelmäßig anzutreffende Motorräume aktueller PKWs - es geht eng zu. Prinzipell geht es so eng zu, dass ohne die Demontage der Seitenteile eigentlich kein wirklicher Blick in's Innere des Netzteils gelingt.

Und auch nach Demontage eines Seitenteils gibt es nicht viel zu sehen. Grund dafür sind die verbauten, sehr großen Aluminium-Kühlkörper, die die weiter innen liegenden Komponenten von der produzierten Wärme befreien sollen.

Damit die Wärmeableitung des im Bild rechten und in Anbetracht der folgend beschriebenen Maßnahme scheinbar stärker belasteten Kühlkörpers besonders schnell gelingt und damit dieser Kühlkörper zusätzlich an Kühlfläche erhält, wird die hier anfallende Wärme über eine Heatpipe an den hinteren Kühlkörper des Netzteils geleitet.

Glücklicherweise hält sich das Netzteil hinsichtlich seiner technischen Daten nicht ganz so bedeckt, wie es das im Hinblick auf seine inneren Komponenten tut. Hier offenbart es seine Werte mittels eines Aufklebers auf dem Gehäuse sowie einer ausführlichen technischen Dokumentation in Form eines Handbuchs.
Die Daten des Netzteils gestalten sich folgendermaßen:
Ausgangsleistung: 300W
3,3V: 20A
5V: 21A
12V: 17A
-12V: 0,6A
5Vsb: 1,5A
kombinierte Leistung 3,3V und 5V: 180W
kombinierte Leistung 3,3V; 5V und 12V: 285W
Über eine negative 5V-Schiene verfügt das Netzteil ebenso wie über eine zweite 12V-Schiene nicht. Dafür wartet es mit anderen Features auf, wie einer aktiven PFC, einer Effektivität von mehr als 70% und einer Reihe von Schutzschaltungen gegen Über- und Unterspannung, elektrische sowie thermische Überlast und Kurzschluss. Des weiteren lässt sich die Leistung des Netzteils laut Handbuch auf 500W steigern, was allerdings ein optionales Lüfter-Kit erfordert, dass von uns bisher nicht gefunden werden konnte.
Konnektivität
Das Netzteil kann im Rahmen seiner nominellen Leistungsabgabe als sehr kontaktfreudig eingestuft werden. Folgende Anschlüsse stehen dem Nutzer bei Verwendung dieses Netzteils zur Verfügung:
1 x 24-pol. ATX, abwärtskompatibel zu 20-pol. ATX
1 x 4-pol. ATX 12V
1 x PCI-E Grafikkartenstromversorgung
4 x S-ATA
6 x 4-pol. Molex
2 x FDD-Konnektor

Der 24-pol. ATX Stecker ist an diesem Netzteil von vornherein in einen 20-pol. ATX-Stecker und den "dazu gehörigen" 4-pol. Stecker zweigeteilt und kann je nach Bedarf ohne Adapterlösungen im Rahmen der auf dem Board vorzufindenden Konnektoren verwendet werden. Die hier zum Einsatz kommenden Kabelstränge sind mit einem Gewebeschlauch ummantelt, was nicht nur Optik, sondern auch Aerodynamik verbessert. Gleiches gilt auch für den PCI-E Stecker und den 4-pol. ATX 12V-Stecker. Die Kabelstränge für die ATX und den PCI-E Konnektor weisen jeweils eine Länge von ca. 55cm auf, während die S-ATA und Molex-Stromversorger ca. 50cm lang sind.
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