Cooler Master RC-1000-KSN1-GP Cosmos - ein Schwergewicht - Seite 3/3
Wir werfen einen Blick ins Innenleben:
Der Einbauplatz für das Netzteil - welches zur Geräuschdämmung auf
Gummiunterlagen ruht - befindet sich beim COSMOS unten im Gehäuse. Somit
versorgt sich das Netzteil über einen Staubfilter stets mit Frischluft. Dabei
entsteht aber der Nebeneffekt, dass das Netzteil keine warme Luft aus dem
Gehäuse ansaugen und nach außen blasen kann. Allerdings sorgen hierfür gleich
zwei Lüfter im oberen Teil des Gehäuses. Diese pusten die warme Luft über einen
kiemenartigen Auslasskanal im Deckel schräg nach hinten aus dem COSMOS heraus.
In Höhe der Grafikkarte befindet sich ein Luftkanal aus Aluminium und
Kunststoff, der diese Karte mit der angesaugten Frischluft vom hinteren Lüfter
versorgt. Dieser Kanal - der sich bei Montagearbeiten mit einem Handgriff leicht
entfernen lassen kann - reicht vom hinteren Lüfter bis zu den
Festplatteneinschüben. Große Tower-Kühler finden in diesem Gehäuse genauso wie
überlange Grafikkarten bequem Platz.

Im linken Bild sind die sechs Einschübe für den Einbau von 3,5" Festplatten zu
erkennen, die den sonst üblichen Festplattenkäfig ersetzen. Die Einschübe aus
Aluminium sind durch Gummipuffer vom Gehäuse entkoppelt. Befestigt werden diese Einschübe
mit einer Rändelschraube. Über den Festplatten kann ein Kühler
platziert werden, der Frischluft von unten durch einen Staubfilter ansaugen
kann. Beim Einbau eines Festplattenlüfters würden die untersten zwei
5,25"-Einbauplätze allerdings unbrauchbar. Ungewöhnlich ist die senkrechte Einbauweise
der Festplatten.
Über den Festplatteneinschüben befinden sich fünf 5,25"-Einschübe. Dieser Platz
ist werksmäßig als Einbauplatz für ein Diskettenlaufwerk oder Card-Reader vorgesehen. Allerdings
können die Einbauwinkel sowie die entsprechende Frontblende auch ausgebaut und
in jedem anderen 5,25"-Einschub eingebaut werden. Die 5,25"-Laufwerke
werden lediglich durch einen Knopfdruck an beiden Seiten der Einschübe fixiert.

Eine Schablone kennzeichnet die Montagelöcher für die Abstandshalter der unterschiedlichen Motherboardtypen. Über einen Kabelkanal werden die Kabel für das Frontpanel zum Motherboard geführt. Dieser Kabelkanal kann auch für die
Festplattenkabel verwendet werden und führt zusammen mit den Kabelbindern zu einem aufgeräumten und gut belüfteten System.
In der Rückwand sowie im Boden befinden sich 120 mm -Lüfter die das Gehäuse mit
Frischluft versorgen. Wobei die Strömungsrichtung des Lüfters im Boden noch
durch Lamellen vom Anwender beeinflusst werden kann. Obwohl die Lüfter mit nur
1200 U/min das System gut kühlen sind sie nicht ganz unhörbar. Dennoch empfanden
wir es nicht als störend und ist ein Kompromiss aus Kühlleistung und Lautstärke.
Die Abdeckbleche für die Einbaukarten sind mit Rändelschrauben befestigt und
müssen nicht ausgebrochen werden wie bei manchen anderen Gehäusen. Damit lassen
sie sich nachträglich auch wieder einbauen und in den Auslieferungszustand
zurücksetzen.
Fazit
Coolermaster hat mit dem COSMOS 1000 einen Volltreffer gelandet. Das Gehäuse ist
bei guter Kühlung sehr leise und hervorragend verarbeitet. Es lassen sich reichlich Laufwerke einbauen. Somit
finden auch Raid-Systeme Platz genug.
Besonders gelungen und vorbildlich ist der Öffnungs- und Schließmechanismus der
Seitenteile. Auch die Option eine Wasserkühlung intern oder extern einzubauen
ist bei diesem Gehäuse schon eingeplant und ohne größere Umbauarbeiten
umzusetzen. Zudem ist der COSMOS eine optische Innovation. Echte Nachteile
konnten wir nicht entdecken. Es sei denn der Preis von 209,- € und das hohe
Gewicht des COSMOS.
Somit erhält der COSMOS 1000 den Best Hardware Award in Gold.

Wir bedanken uns bei
Caseking für die Bereitstellung des Testexemplars und für den
freundlichen Support.