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  • Gehäusetest: APlus-Case Cupid 2 - Seite 2/3

    Innereien

    Im Inneren des Gehäuses geht es erwartungsgemäß eng zu, auch wenn die äußeren Abmessungen mehr als ausreichend Platz für mini-ITX Boards bieten. Im Cupid 2 sind zwei entnehmbare Laufwerkskäfige, der Spannungswandler und der natürlich von außen erreichbare Kartenleser untergebracht (v.l.n.r.).

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    Für die Montage der Laufwerke ist es notwendig die Laufwerkskäfige zu entnehmen. Dies ist beim Festplattenkäfig mit einer und beim Käfig für das optische Laufwerk mit zwei Schrauben schnell erledigt.

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    Beim Festplattenkäfig ist es möglich, sowohl 2,5"- als auch 3,5"-Festplatten zu verbauen. Während 2,5"-Festplatten mittig auf dem Käfig mittels der Bohrungen im Boden befestigt werden, verschraubt man die 3,5"-Festplatten von außen mit dem Käfig. Dadurch ist es theoretisch auch möglich, beide Festplattentypen simultan als Sandwich im Gehäuse zu betreiben.

    Festplattenkäfig


    Der Käfig für das optische Laufwerk ist in Sachen Kompatibilität leider nicht ganz so freizügig. Hier können lediglich die hauptsächlich in Notebooks zum Einsatz kommenden Slimline-Laufwerke zum Einsatz kommen. Dabei ist darauf zu achten, dass das Laufwerk vorn keine über das Laufwerksgehäuse hinausstehende Frontblende besitzt, da es sonst zur Inkompatibilität kommt. Des weiteren gilt zu beachten, dass Slimline-Laufwerke in Sachen Stromversorgung und Datenübertragung andere Anschlüsse aufweisen, als sie einerseits die interne Stromversorgung des Gehäuses bietet, was die Verwendung von Adaptern notwendig macht. Diese Adapter sind je nach Laufwerkstyp (SATA oder PATA) sowohl frei im Handel als auch als optionales Zubehör zusätzlich zum Gehäuse erwerbbar. Die Verschraubung des optischen Laufwerks geschieht über vier im Lieferumfang befindliche Schrauben, die Grobmotoriker wahrscheinlich auf Grund ihrer geringen Größe sehr schnell zur Verzweiflung treiben.

    Laufwerkskäfig, bestückt


    Beim Kartenleser handelt es sich um ein 56-in-1 Gerät, wobei sich uns die wahrscheinlich nicht ohne Marketinghokuspokus zu beantwortende Frage nach 56 in diesem Gerät vereinten Funktionen stellt. In der Praxis bedeutet diese Zahl jedenfalls die Eigenschaft, sowohl CF/Microdrive, Multimedia, Memorystick und SD als auch SDHC-Karten lesen und beschreiben zu können. Verantwortlich dafür zeigt sich im Innerern des Kartenlesers ein ALCOR 6370-Chip, der über USB an den Rechner angeschlossen ab Windows XP auch keine separaten Treiber benötigt. Der Anschluss des Kartenlesers erfolgt über die Pin-Header auf dem jeweils zum Einsatz kommenden Mainboard, was im Übrigen auch für die beiden Front USB- und Audioanschlüsse gilt.

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    Test

    Speziell im Hinblick auf die Größe des Innenraums dieses Gehäuses, entschieden wir uns bei der Auswahl des Mainboards für ein Mini-DTX-Board. Diese Boards sind in der Höhe etwas größer als Mini-ITX Boards. In Zahlen gefasst, bedeutet das folgendes: 170 x 203mm (mini-DTX) steht zu 170 x 170mm (Mini-ITX). Beim von uns verwendeten ECS 945GCT-D werden die zusätzlichen 3,3cm dazu genutzt, einen PCI-Express 1x Slot auf der Platine unterzubringen.

    ECS 945GCT-D


    In Sachen Festplatte verbauten wir ein Standard-Desktopmodell mit 3,5" Einbaubreite, SATA-Anschluss, 160GB und 7200U/min (Exelstore Jupiter). Ganz klarer Nachteil dieser Wahl ist die doch recht hohe Wärmeentwicklung einer Festplatte, deren rotierende Innereien sich mit 7200U/min bewegen. Hier sollte daher eher auf langsamere Modelle zurückgeggriffen oder auf Notebookfestplatten (2,5" Baubreite) ausgewichen werden, da eine aktive Belüftung des Gehäuses zwar prinzipiell möglich aber nicht vorgesehen ist.

    verbaute Hardware


    Auch bei der Auswahl des optischen Laufwerks kann man von Vornherein positiv an der thermischen Situation im Gehäuse mitwirken. So empfehlen sich für den Einbau eher Laufwerke mit SATA-Anschluss, da die hierfür benötigten Adapter und Kabel wesentlich filigraner ausfallen, als das bei ihren PATA-Pendants der Fall ist. Optimieren lässt sich die Luftströmung im Gehäuse aber auch bei Verwendung von optischen PATA-Laufwerken durch Einbau von kurzen Rundkabeln.

    verbaute Hardware


    Das sonstige, der Wärme aus dem Gehäuse führenden Situation zuträgliche Kabelmanagement gestaltet sich bei diesem Gehäuse dank ausreichender Möglichkeiten nicht schwierig. Somit bleibt am Ende reichlich Freiraum im Gehäuse, der theoretisch für Erweiterungskarten herhalten könnte. In unserem Fall aber disqualifiziert sich das Testsetup durch eine zu weit in das Gehäuse ragende Festplatte und die aufrecht am PCI-Slot auf dem Board stehende BIOS-Batterie vom Einbau zusätzlicher Hardware in den Erweiterungsslots.

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    Regulär bietet das Gehäuse aber theoretisch Platz für 2 Steckkarten. In der Praxis bedeutet das jedoch, entweder eine Karte oben oder eine unten. Diese wird dann mittels nicht im Lieferumfang befindlicher Risercard so umgelenkt, dass sie vom Board weg schauend, im hinteren Teil des Gehäuses Platz findet. Für den Einbau der Karte ist es erforderlich, das rückseitig verschraubte Blech aus dem Gehäuse zu lösen, die Karte darin zu fixieren und dieses Konstrukt dann wieder mit dem Gehäuse zu verschrauben.

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    Dabei bleiben im Bereich des unteren Slots ca. 20cm Platz zwischen Gehäuserückseite und Festplattenkäfig, während es dessen im oberen Slot noch ca. 15cm sind.

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    Den Test abschließend möchten wir nach etlichen Betriebsstunden mit der abgebildeten Hardware konstatieren, dass der konsequente Einbau von Komponenten aus dem Notebookbereich dem von Desktopkomponenten vorzuziehen ist. Dies resultiert zum einen daher, dass diese Bauteile wesentlich weniger Wärme abgeben und - speziell im Hinblick auf die Festplatte - auch wesentlich weniger Platz benötigen. Besonders letzteres ist von Nöten, möchte man das volle Potenzial des Gehäuses ausschöpfen.

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