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  • Netzteiltest: Antec Phantom 500 - Seite 3/3

    Einbau des Netzteils

    Der Einbau des Netzteils könnte auf Grund der größeren Länge des Netzteils - vergleichend zu Standard-Netzteilen - zu Problemen führen. Es ist aus diesem Grund ratsam, vorher das Gehäuse auszumessen. Immerhin müssen knapp 19cm in der Länge untergebracht werden, was bei kurzen Gehäusen (>45cm in der Tiefe) durchaus Probleme verursachen kann.

    Dazu kommt das hohe Eigengewicht des Netzteils, das im Zusammenhang mit der relativ großen Länge eine hohe Hebelwirkung auf das Blech des Gehäuses ausübt. Besonders bei Leichtbaugehäusen mit geringer Blechstärke und Aluminiumgehäusen könnte dies unerwartete Folgen haben. Antec setzt dem aber zwei kleine Metallplättchen entgegen. Diese eingangs erwähnten Haltebleche können mit der Stirnseite des Netzteils verschraubt werden und infolge auch durch eine Schraubverbindung am Gehäuse befestigt werden. Dadurch würde der Hebelwirkung des Netzteils effektiv entgegen gewirkt.

    Da es sich bei diesem Netzteil um eine semipassive Lösung handelt, ist es zudem empfehlenswert, zusätzlich noch für eine ausreichende Gehäusebelüftung zu sorgen.

    Inbetriebnahme und Test

    Quelle: antec.com; Bild zeigt Antec Phantom 350


    Die Inbetriebnahme des Netzteils auf dem mittlerweile doch schon etwas veralteten Testsystem verlief durch den mitgelieferten 24-pol. zu 20-pol. ATX-Adapter erwartungsgemäß problemfrei. Sämtliche Messwerte wurden äußerlich am Adapter mittels eines digitalen Voltmeters abgegriffen. Das Testsystem war dabei folgendes (alle Werte = Standarwerte):

  • AMD Athlon XP 2500+ @ 2000MHz (10 x 200MHz) bei 1,57V
  • Epox 8RDA3I; Chipsatzspannung Vdd bei 1,6V
  • 1024MB GEiL Value RAM DDR400; Signalspannung Vdimm bei 2,6V
  • GeForce FX 5900XT; Standardtakt 400/700MHz (GPU/RAM)
  • MSI PCI W-LAN Karte
  • IBM IDE-HDD; 40GB, U-ATA100; 7200U/min
  • NEC DVD RW
  • Wasserkühlung mit 3x 120mm Lüfter sowie 2 weitere Gehäuselüfter: 1x 40mm, 1x 50mm
  • alle Lüfter wurden während der Belastungstests mit 12V betrieben


  • Bei den folgenden Tests stand die Ermittlung der Spannungsstabilität des Netzteils im Vordergrund. Dazu wurde das gesamte System im Rahmen der Möglichkeiten übertaktet und mit den, in den folgenden Tests zum Einsatz kommenden Programmen belastet. Eine Auswertung der Zeiten bis zum einsetzen des Lüfterbetriebes wurde aus dem Grunde nicht vorgenommen, da sie von einer intern vorgegebenen, vom Nutzer selbst zu wählenden Temperatur abhängig sind. Diese Zeiten sind zudem durch viele unterschiedliche Faktoren, die dem Wärmehaushalt des Netzteils zuträglich sind oder ihm entgegenwirken - wie zum Beispiel (in-) effektive Gehäusebelüftung - positiv wie auch negativ beeinflussbar. In den beiden Belastungstests lief der Lüfter im Netzteil ununterbrochen, allerdings auch kaum hörbar, bei eingestellten 40°C Betriebstemperatur. Zusätzlich zur internen Belüftung des Netzteils sollte eine angepasste Gehäusebelüftung nicht fehlen, da das Phantom 500 doch erheblich Abwärme zu produzieren weiß.

    Test 0: Idle-Betrieb

    Dieser Test sollte die alltägliche Belastung des Netzteils bei Office-Aufgaben simulieren. Dazu wurde der Rechner mit den oben beschriebenen Standardwerten unter Windows XP gestartet, eine Internetverbindung via W-LAN hergestellt, Outlook Express sowie der Internet Explorer gestartet und eine MP3-Abspielsoftware geladen. Die Spannungswerte (es wurde jeweils das Maximum dokumentiert):

    Spannungswerte Idle-Betrieb Phantom 500


    Test 1: RC5-72

    Im ersten Belastungstest wurde das System mit folgenden Werten betrieben:

  • CPU: 10 x 230MHz (Multiplikator x FSB)
  • RAM: 230MHz
  • VCore: 1,8V
  • Vdimm: 2,9V
  • Vdd: 2,0V


  • Durch den RC5-72 Client wurde die CPU zu 100% ausgelastet. Die Spannungen am Netzteil verhielten sich dabei wie folgt (es wurde jeweils das Minimum dokumentiert):

    Spannungswerte CPU-Auslastung 100%


    Test 2: RC5-72 + 3D-Mark05

    Die im ersten Test gefahrenen Werte erwiesen sich leider nur als zeitlich begrenzt stabil. Aus diesem Grund wurden die Werte etwas zurückgenommen:

  • CPU: 10 x 220MHz
  • RAM: 220MHz
  • VCore: 1,65V
  • Vdimm: 2,9V
  • Vdd: 2,0V


  • Mit Hilfe des 3D-Mark05 wurde nun auch die Grafikkarte mit in's Spiel gebracht. Die Karte wurde dabei wie folgt getaktet:

  • GPU: 450MHz
  • RAM: 850MHz


  • Der RC5-Client stellte während dieses Tests die ununterbrochene, 100%-ige Auslastung der CPU sicher. Folgende Spannungswerte ergaben sich während der Messungen (es wurde jeweils das Minimum dokumentiert):

    Spannungswerte CPU + GPU Auslastung


    Fazit

    Nachdem sich das Antec Phantom 500 vom verwendeten Testsystem relativ unbeeindruckt zeigt, kann man ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass es auch bei aktuellen High-End Rechnern treu und leise seinen Dienst verrichten wird. Diese Annahme wird auf Grund der in den Belastungstests ermittelten Werte und der Ausstattung des Phantom 500 gestellt.

    Idealerweise eignet sich das Phantom 500 auf Grund seiner Semipassivität besonders für Rechner, die für alle möglichen Verwendungszwecke her halten müssen: Office, Multimedia, Gaming. Da bei Gaming natürlich ein leises Netzteil nicht unbedingt gefragt ist, kann das Phantom 500 hier aber immer noch mit seinem hohen Leistungspotential punkten. In den anderen beiden Bereichen käme ihm aber sicherlich die temporär äußerst geringe Lautstärkeentwicklung in Kombination mit seinen Leistungsreserven zu gute. Alles in allem also ein Netzteil, das nicht nur den Traum von der Verwirklichung des Wohnzimmertauglichen Allround-PCs ein beträchtliches Stück näher kommen lässt, sondern auch prinzipiell geräuschempfindliche Gemüter zu begeistern weiß.

    Das Antec Phantom 500 gibt es derzeit im Fachhandel - und hier ergibt sich der einzige Punkt, der gegen dieses Netzteil spricht - ab ca. 155 Euro. Es muss abschließend aber dazu gesagt werden, dass man dafür auch ein qualitativ sehr hochwertiges und leise arbeitendes Netzteil mit einer Garantie von 3 Jahren erhält.

    www.antec.com


    S.K.


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