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  • Scythe Shogun vs. Zalman CNPS9500 LED... - Seite 1/4

    ...oder Godzilla gegen Gigan bzw. japanische Heatlane-Technologie kontra koreanischem Triple-Heatpipe-Einsatz. Wie man es auch ausdrücken möchte, es geht um ein Kühlerduell der Oberklasse. Beide Kühler erheben den Anspruch, einer ausgewachsenen Wasserkühlung in Leistungsfähigkeit und Lautstärkeentwicklung in nichts nachzustehen. Natürlich haben die Kühler auch optisch einiges zu bieten, was sie für Modder und selbstverständlich auch den kommenden LAN-Party Einsatz interessant machen kann.
    Inwiefern sich diese Thesen belegen lassen und was es sonst zu den beiden Schwergewichten zu berichten gibt, ist im folgenden Test zu erfahren.

    www.scythe-eu.com/de/


    Zunächst möchten wir uns aber bei Herrn Andreas Bunen von Scythe Europe für die problemfreie Bereitstellung eines Testmusters des Scythe Shogun ganz herzlich bedanken.

    Lieferumfang und Verpackung

    Scythe Shogun

    Der ersten Eindruck, den man vom Scythe Shogun bekommt, ist auf Grund seiner Verpackungsgestaltung ein recht bunter. Der mit zahlreichen grafischen Elementen verzierte Karton bietet aber neben einem direkten Blick auf den Kühler auch seine grundlegenden, technischen Daten sowie einige Sicherheits- und Garantiehinweise.

    Verpackung Shogun


    Aus dem Inneren des Kartons entnehmen wir nach dessen Öffnung ein wahres Kühlmonster, das einen 120mm Lüfter beherbergt, der über ein in einer PCI-Slotblende eingelassenes Potentiometer drehzahlgesteuert werden kann.

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    Etwas weiter unten im Karton finden wir dann das Montagematerial vor. Dieses besteht aus diversen Halterungen für die Sockel 478, 775, 754, 939 und 940. Somit lässt sich der Kühler auf jeder aktuellen CPU befestigen. Für den problemfreien Einbau des Kühlers liegen zwei, leider nur in englisch und japanisch abgefasste Anleitungen bei, die allerdings über gute Grafiken verfügen. Ebenfalls im Lieferumfang inbegriffen ist ein Beipackzettel mit Warn- und Sicherheitshinweisen, der auf eventuelle Riskiken bei der Verwendung des Kühlers aufmerksam macht. Dazu später mehr.

    Verpackung Shogun


    Zalman CNPS 9500 LED

    Etwas weniger bunt, dafür aber umso tiefblickender geht es bei der Verpackung des Zalman Kühlers zu. Großen Wert legt Zalman bei der Gestaltung seiner Kartonage auf eine Vielzahl von Abbildungen des Kühlers sowie auf eine marketinggünstige Darstellung der Leistungsfähigkeit des Kühlers. Neben diesen Angaben findet sich natürlich auch eine Tabelle mit den wichtigsten technischen Daten.

    Verpackung CNPS9500


    Nach dem öffnen des Kartons entnehmen wir ein weiteres Pappbehältnis, dass das Montagematerial und eine englischsprachige Einbauanleitung zum Inhalt hat. Auch hier ist Material für alle aktuellen Prozessorsockel inbegriffen und es wird eine, diesmal frei anzubringende Lüftersteuerung (Zalman Fanmate) mitgeliefert.
    Unterhalb dieses Kartons befindet sich dann der von außen schon gut erkennbare Blister, der den eigentlichen Kühler zum Inhalt hat.

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    Heatlane vs. Heatpipe

    Die grundlegende Intention beider Wärmeleiteinrichtungen ist die gleiche - über ein integriertes Kühlmedium, das an der Wärmequelle energieaufnehmend verdampft, in einer Kühlzone energieabgebend kondensiert und darauf folgend wieder in der Wärmezone ankommt, um den Vorgang zu wiederholen, soll die Hitze schnellstmöglich von deren Quelle abgeführt werden.
    (Die folgenden Grafiken entstammen, sofern nicht anders angegeben, vom Lieferanten der Scythe Shogun-Heatlanes, TS Heattronics)

    Wärmetransportschema


    Danach hört es mit den Gemeinsamkeiten aber weitestgehend auf. Grund hierfür bieten die unterschiedlichen Funktionsmechanismen und zum Einsatz kommenden Materialien.

    Heatlanes

    Heatlanes kommen im Regelfall in einer flachen Bauform zum Einsatz. Innerhalb dieser flachen Container, die aus Kupfer, Aluminium, Edelstahl oder Titan bestehen können, befinden sich miteinander über Windungen verbundene, feine Röhren - die sog. Lanes - in denen das Kühlmedium zirkuliert. Auf Grundlage der kapillaren Eigenschaften der sehr feinen Röhren, arbeitet das Kühlmedium in weitestgehender Unabhängigkeit von der Gravitation. Das bedeutet, dass Heatlanekühler unabhängig von ihrer Einbauposition immer gleichbleibende Kühlergebnisse erzielen.

    Wärmetransportschema


    Dabei kommt im Falle des Scythe Shogun das aus dem Klimaanlagenbau bekannte Kühlmittel R134a zum Einsatz. Dessen Verwendung ist zwar nicht ganz unbedenklich, im Rahmen der Befolgung aller Sicherheitshinweise aber weitestgehend gefahrenfrei. So ist der Kühler vor mechanischen Beschädigungen zu schützen und nur innerhalb seines Temperaturarbeitsbereiches (-60°C bis 95°C) zu betreiben.

    Heatpipes

    Heatpipes sind im Gegenzug zu den Heatlanes meistens rund, bestehen aus einem Kupfer oder Aluminiumrohr, das luftdicht verschlossen ist und worin ein Unterdruck herrscht. Dieser Unterdruck bewirkt, dass das sehr häufig zum Einsatz in Heatpipes kommende destillierte Wassergemisch (90% Wasser, 10% wärmeleitungsverbessernde Zusätze) schon ab sehr niedrigen Temperaturen (2°C bis 3°C) arbeitsfähig ist. Leider sind Heatpipes auf dieser Grundlage sehr stark in ihrer Funktionsweise an die Gravitation der Erde gebunden, was bei einfachen Heatpipes (im Inneren mit sog. "Grooves" versehen, die eine gewisse Kapillarwirkung erzeugen) nur eine senkrechte Verwendung mit minimalen Abweichungen zulässt.

    Wärmetransportschema


    Um dem entgegenzuwirken, wird den Heatpipes eine Kapillarstruktur verpasst. Das Funktionsprinzip entspricht dabei einem Schwamm, der in der Lage ist, Flüssigkeiten entgegen der Erdanziehungskraft zu transportieren. Zum Einsatz kommen kleinmaschige Drahtgeflechte oder Sintermaterialien mit geringer Korngröße ("Wick" - siehe Abb. oben). Auf Grundlage einer so "modifizierten" Heatpipe ist es auch möglich, dass sich die Wärmezone über der Kühlzone befindet, was aber eine geminderte Leistungsfähigkeit zur Folge hat. Auf jeden Fall möglich ist aber der waagerechte Betrieb einer sog. Sinter Powder-Heatpipe, wenngleich es auch hier zu geringen Leistungseinbußen kommt.

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