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IHS entfernen
Da es zur Zeit ja Mode ist, den IHS (integrated heatspreader) von Athlon 64 und Opteron CPUs
abzuschneiden, um so bessere Temperaturen und in Folge höheres/stabileres Overclocking zu erreichen,
haben wir uns die Sache auch einmal näher angesehen, um zu überprüfen, ob da wirklich etwas dran
ist.
Testobjekt war ein Opteron 148. Erst haben wir versucht, mit einem Stanleymesser zwischen IHS und CPU
zu kommen. Die von uns verwendete Klinge erwies sich aber schnell als viel zu dick. Mit der Klinge
eines zerlegten Einwegrasierers ging es allerdings sehr gut. Fast wie Butter ließ sich das Silikon,
mit dem der Heatspreader an der CPU befestigt war, erst an den Ecken durchtrennen und eben so
problemlos konnte man dann auch die restlichen vier Seiten durchschneiden. Aufpassen muss man dabei
allerdings, dass man
- nicht in die CPU schneidet und
- mit der Klinge nicht zu weit unter den Heatspreader kommt.

Nun galt es nur noch, den "geköpften" Prozessor mit Wattestäbchen gründlich zu reinigen und schon war
die ganze Sache auch erledigt. Das Retentionmodul, mit dem der Standardkühler auf dem Motherboard
befestigt wird, kann man dann allerdings nicht mehr verwenden, weil der nötige Anpressdruck durch die
fehlenden ~3mm des IHS nicht mehr gegeben ist. Auch mit allen anderen Kühlern muss man beim
Befestigen sehr vorsichtig sein, um den freigelegten DIE nicht zu beschädigen. Es ist sicher auch
sinnvoll, den Prozessor anschliessend mit Schaumgummi-Abstandhaltern (wie man sie zb. von Athlon XPs
kennt) nachzurüsten, um so ein gleichmässiges Aufliegen des Kühlers zu ermöglichen.
Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen:
3° weniger idle
7° weniger unter last (!!!)
Im Fall unseres Opterons brachte dies Prime-Stabilität bei 3ghz
(vorher war dies nur bei 2,9ghz möglich)
Für Extreme-Overclocker also eine durchaus sinnvolle Sache.
Hinweis:
Für entstandene Schäden wird keine Haftung übernommen !
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