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  • SCSI-Versionen - Seite 4/9

    Die SCSI-Schnittstelle gibt es in verschiedenen Varianten (siehe Tabelle), die sich in der Datenübertragung unterscheiden. Die Signale können auf 8 Bit (Narrow) oder 16 Bit (Wide) breiten Bussen übertragen werden. Am 8 Bit Bus können bis zu 8 Devices und am 16 Bit Bus bis 16 Devices angeschlossen werden. Beide Busse verfügen über die Verkabelungsarten Single-Ended (SE) oder Differential (DI) SE-SCSI überträgt das Signal nur auf einer, DI-SCSI dagegen auf zwei Leitungen. Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass die SCSI-Schnittstelle des Laufwerks mit der des Host-Bus-Adapters übereinstimmt.

    SCSI Unterteilung

    Abbildung: SCSI Unterteilung

    Die SCSI-Schnittstelle gibt es in verschiedenen Varianten (siehe Tabelle), die sich in der Datenübertragung unterscheiden. Die Signale können auf 8 Bit (Narrow) oder 16 Bit (Wide) breiten Bussen übertragen werden. Am 8 Bit Bus können bis zu 8 Devices und am 16 Bit Bus bis 16 Devices angeschlossen werden. Beide Busse verfügen über die Verkabelungsarten Single-Ended (SE) oder Differential (DI) SE-SCSI überträgt das Signal nur auf einer, DI-SCSI dagegen auf zwei Leitungen. Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass die SCSI-Schnittstelle des Laufwerks mit der des Host-Bus-Adapters übereinstimmt.

    Synchroner und Asynchroner Datentransfer

    Beim synchronen Datentransfer werden mehrere Bytes auf einmal gesendet und dann bestätigt, wobei beim asynchronen Transfer jedes Byte separat gesendet und bestätigt wird. Dadurch ist der Overhead beim synchronen Modus kleiner und die Transferrate höher. Grundsätzlich können alle Peripheriegeräte asynchron arbeiten. Synchronlaufwerke und -Controller stellen vor dem Datenaustausch durch Handshaking fest, ob der Partner synchronen Datentransfer beherrscht und wählen dann die entsprechende Transferart. Heutige Laufwerke und Hostadapter beherrschen in der Regel den synchronen Transfer.

    SCSI-1:

    Ist die erste von ANSI als Standard verabschiedete Schnittstelle, Sie unterstützt primär nur Festplatten und Bandlaufwerke. SCSI-1 ist heute nicht mehr konkurrenzfähig, da der Overhead der Datenübertragung bei 90%, der nur asynchrone Datentransfer bei max. 1 MByte liegt und nur im Single-Ended Modus möglich ist. Die Grafik zeigt einen 50-poligen SCSI Stecker, wie er heute oftmals noch im Einsatz vorkommt.

    SCSI Stecker Centronix
    Abbildung: SCSI Stecker Centronix

    Der 50-polige Anschluss an den SCSI Devices wurde standardmäßig beibehalten, erst ab Wide-SCSI kommt der 68-polige Anschluss zum Einsatz.

    SCSI-Anschluss an Device
    Abbildung: SCSI-Anschluss an Device

     

    WIDE SCSI Stecker
    Abbildung: WIDE SCSI Stecker

    Anmerkung zu Centronix Steckern bei SCSI-1

    Die ersten SCSI Stecker waren einfache parallele 25-polige Stecker. Bei einigen älteren Computermodellen und Controllern ist diese Steckerart noch vorhanden (z.B. Apple Macintosh II). Da die Verwechslungsgefahr mit dem Druckeranschluss groß war, wurden die Steckerbelegungen zumindest so gewählt, dass keine Kurzschlüsse geschehen konnten. Ausnahmen bestätigten auch hier die Regel und so wurde der alte 25-polige Anschluss durch den neuen unverwechselbaren Centronix Anschluss abgelöst.

    SCSI-2

    Wurde im Vergleich zu SCSI-1 wesentlich verbessert. Der Kommandosatz (CCS, Common Command Set) wurde um eine Anzahl zusätzlicher Kommandos erweitert, welche die Unterstützung für Festplatten, Bandlaufwerke, WORMs, CDROMs, Scannern oder Jukeboxen verbessern oder erst ermöglichen. Neben dem neuen Kommandosatz enthält die Spezifikation auch eine höhere Datentransferrate von 10 MByte/sec.

    Die Grafik zeigt einen Fast-SCSI Stecker, dieser bildet heute den Standardstecker bei SCSI.

    Fast SCSI
    Abbildung: Fast SCSI

    Der 50-polige Anschluss an den SCSI Devices wurde auch bei SCSI-2 standardmäßig beibehalten, erst ab Wide-SCSI kommt der 68-polige Anschluss zum Einsatz.

    SCSI Anschluss an Device
    Abbildung: SCSI Stecker an Festplatten

    Fast-SCSI

    (Fast-SCSI 8 Bit Busbreite), sowie die Möglichkeit, die Datenbusbreite auf 16 oder 32 Bit (Wide-SCSI) zu erhöhen. Durch Kombination von FAST- und WIDE-SCSI sind Transferraten bis zu 40 MByte möglich. Die Grafik zeigt einen FAST-SCSI Anschlussstecker mit seinen 50 Pins.

    FAST SCSI Stecker
    Abbildung: FAST SCSI Stecker

     

    WIDE-SCSI Anschluss
    Die Grafik zeigt einen WIDE-SCSI Anschluss mit seinen 68 Pins.

    Komplettrechner mit dieser SCSI Version (mit dem 68-poligen Anschluss) werden mittlerweile sehr oft mit einem speziellen Anschlusskabel ausgeliefert. Das SCSI Kabel ist an einem Ende aktiv terminiert, so umgeht man das Problem einzelne Devices terminieren zu müssen. Verwechslungen sind auf diese Art ausgeschlossen. Diese Vorgehensweise stammt aus dem Profi Bereich. Solche Lösungen sind dort schon längst üblich.

    WIDE SCSI Anschluss
    Abbildung: WIDE SCSI Anschluss

    Hinweis: Fast, Wide, Ultra und LVDS

    Bei SCSI-Hostadaptern hat man derzeit die Wahl zwischen Fast-, Wide-, Ultra- und Ultra-Wide-SCSI. Zukünftig kommt noch LVDS (Low Voltage Differential SCSI, auch als Ultra2-SCSI bezeichnet) hinzu, aber noch gibt es dazu noch keine Geräte am Markt. Es wird doppelt so schnell wie Ultra-SCSI sein und dennoch Kabellängen bis zu 12 Meter zulassen.

    Fast-SCSI Steckkarten sterben allerdings langsam aus. Dieser 8 Bit breite SCSI-Bus kann maximal acht SCSI-Devices (Hostadapter plus sieben Geräte) ansteuern. In seiner langsamsten Betriebsart, dem sogenannten Asynchronous Mode, erreicht er eine Datentransferrate von 5 MByte/s. Schneller arbeitet der von allen Fast-SCSI-Adaptern beherrschte Synchronous Mode (10 MByte/s). Die maximale Kabellänge bei Fast-SCSI beträgt 3 Meter; kommen nur betagte asynchrone Geräte zum Einsatz, so darf das Kabel sogar sechs Meter lang sein.

    WIDE-SCSI

    Wide-SCSI ist die 16-Bit-Variante von Fast-SCSI. Der doppelt so breite Datenbus sorgt zum einen für eine insgesamt verdoppelte maximale Datentransferrate von 20 MByte/s, zum anderen können über die 16 Datenleitungen auch 16 Geräte (15 plus Hostadapter) adressiert werden. Die maximale Kabellänge beträgt wie bei Fast-SCSI drei Meter.

    WIDE SCSI
    Abbildung: WIDE SCSI

     

    WIDE SCSI Steckverbindung
    Abbildung: WIDE SCSI Steckverbindung

    Die gleiche Datenrate wie Wide-SCSI, nämlich 20 MByte/s, erreicht der auch nur acht Bit breite Ultra-SCSI-Bus. Will man mehr als vier Devices (Hostadapter plus drei Geräte) anschließend, so darf das SCSI-Kabel maximal 1,5 Meter lang sein, ansonsten sind 3 Meter erlaubt.

    Die gleiche Beschränkung für die Kabellänge gilt auch bei Ultra-Wide-SCSI. Der extra breite Datenbus (16 Bit) sorgt hier für eine Datenrate von maximal 40 MByte/s. Die maximalen ansteuerbaren SCSI-Geräte bleiben aber auf 8 begrenzt. Einzig die selten anzutreffenden Ultra-Wide-Hostadapter mit Diverential-Interface können 16 Devices ansteuern (maximale Kabellänge: 25 Meter). Die Hostadapter-Elektronik kann zwar bis zu 15 Geräte ansteuern, aber für mehr als 7 ist reflexionsbedingt kein störungsfreier Betrieb gewährleistet.

    SCSI-3

    Ist eine noch in Bearbeitung befindliche neuere Norm. In ihr sollen sowohl der 16-Bit breite, parallele SCSI-2-Bus unterstützt werden, wie auch neue serielle Interfaces. Zur Zeit gibt es drei konkurrierende serielle Schnittstellen, mit den Bezeichnungen

    Fibre-Channel (von einem Industriekonsortium und von der ANSI normiert), Firewire (von Apple entwickelt, IEEE Standard P1394a, IEEE 1394-1995 ) und SSA (Serial Storage Architekture von IBM).

    SCSI-3 tritt oftmals auch unter anderen Bezeichnungen auf wie Ultra SCSI oder Ultra2 SCSI. Welche der drei Schnittstellen den Vorzug erhält, steht noch nicht fest. Da jede Schnittstelle Vor- und Nachteile hat und von verschiedenen Rechnerherstellern favorisiert wird, ist es möglich, dass alle drei parallel existieren werden. Die Transferraten sollen bis zu 100 MByte betragen, die Kabellängen größer 1 km sein und wesentlich mehr Geräte anzuschließen sein. Als Übertragungsmedien sind Koaxkabel und Lichtleiter geplant.

    Die Grafik zeigt die Unterschiede der einzelnen SCSI Standards.

    SCSI Unterschiedsmerkmale
    Abbildung: SCSI Unterschiedsmerkmale

    Die Grafik zeigt die Unterschiede der neueren, schnellen SCSI Versionen Wide SCSI und Ultra SCSI im Gegensatz zu Ultra2-SCSI.

    SCSI 2 und 3 Unterschiede
    Abbildung: SCSI 2 und 3 Unterschiede

    Die unterschiedlichen Kabellängen, sowie Übertragungsraten sind in nachfolgender Grafik zu sehen.

    SCSI 2 und 3 Unterschiede
    Abbildung: SCSI 2 und 3 Unterschiede

    Ultra2-SCSI

    Ultra2-SCSI, zum Standard von SCSI-3 gehörend, ist der momentan aktuellste Stand der SCSI Definitionen. Wie aus der Grafik zu entnehmen ist, hat sich die Datentransferrate zu Wide und Ultra SCSI verdoppelt.

    Auch die Kabellänge wurde von 3 Meter auf 12 Meter erhöht. Damit ist es leicht das oftmals laute, externe SCSI Subsystem in einen anderen Raum zu verlegen.

    Vorsicht:

    Beim Einsatz von Ultra2-SCSI und Wide SCSI Komponenten gilt natürlich die schwächste Definition ! Das heißt, sobald eine WIDE Platte im Ultra2-SCSI Verbund eingebunden ist, gilt die Kabellänge von nur noch 3 Meter !

    SCSI Unterschiede
    Abbildung: SCSI Unterschiede

    Einen Vertreter dieser Klasse sehen Sie in der Abbildung, den Symbios Ultra-2-SCSI Adapter.

     

    U2S Adapter
    Abbildung: U2S Adapter

    Dieser Controller könnte den Marktführer Adaptec in Sachen Leistung und Preisverhältnis das Fürchten lernen.


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