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RAID 0
Technische Sicherstellung,
dass die zu speichernden Daten auch geschrieben wurden.
Dies geschieht
bei den heutigen Festplatten bereits automatisch. Dieses Verfahren hat nichts
mit der sog. Read after Write Verification zu tun, wie sie bei modernen
Netzwerkbetriebssystemen durchgeführt wird, es wird lediglich sichergestellt,
dass die zu schreibenden Daten auch tatsächlich weggeschrieben
wurden.
Strategie:
Jedes Byte wird nach dem Schreibvorgang
auf Integrität überprüft.
Vorteil:
Die Sicherheit, dass die
Daten auch tatsächlich auf dem Medium abgespeichert
wurden.
Nachteil:
Geschwindigkeitseinbußen. Diese sind
allerdings bei den heutigen Platten derart gering, dass dieser Nachteil in Kauf
genommen werden kann. Außerdem sind keine anderen Platten mehr
erhältlich.
RAID-1
Plattenspiegelung oder
Plattenduplizierung
Strategie:
Jedes Byte wird auf zwei
identische Platten geschrieben
Vorteil:
Redundanz, wenn ein
Laufwerk eines Paares ausfällt, kann das zweite Laufwerk des Paares immer noch
voll weiterverwendet werden. Dieses System ist einfach zu verstehen und zu
implementieren.
Nachteil:
Die Kosten sind relativ hoch. Es
wird immer doppelt soviel Plattenplatz eingesetzt, wie tatsächlich benötigt
wird. Es werden demnach größere Platten eingesetzt und der Stromverbrauch ist
höher.

RAID-2
Datastriping mit
Bitversatz
Strategie:
Die Daten werden bitweise
fortlaufend auf die einzelnen Platten geschrieben. Über separate 'Prüfsummen'
Laufwerke werden diese Schreibvorgänge überwacht. Die fehlerhaften Bits können
sofort erkannt werden.
Vorteil:
Die Datenübertragung zu den
Laufwerken erfolgt sehr schnell, da alle Platten parallel übertragen. Eine
vollständige Redundanz ist hier nicht
erforderlich.
Nachteil:
Für PC Systeme ist diese Methode
nicht praktikabel, erst bei Einsatz von vielen (mehr als 20) Platten wird dieses
System interessant. Die Schreibvorgänge hingegen sind relativ langsam, da für
jeden Schreibvorgang alle Platten aktiviert werden müssen. Solche Systeme werden
oder wurden in Datenbankservern eingesetzt.

RAID-3
Bitversatz, Data Striping mit
Paritätsprüfung
Strategie:
Typischerweise werden hier 4
oder mehr Laufwerke eingesetzt, von denen eines ausschließlich
Paritätsinformationen verwaltet, um die Datenintegrität zu gewährleisten. Die
eigentlichen Daten werden auf die anderen Laufwerke
geschrieben.
Vorteil:
Zuverlässiger als RAID-2, sehr hohe
Übertragungsrate. Dieses System eignet sich vor allem für Übertragungen mit
großen Datenmengen (Datenbanken, Grafiken,
Multimedia).
Nachteil:
Die Geschwindigkeit beim Schreiben
ist relativ gering, da bei jedem Schreibvorgang auf das Paritätslaufwerk
zugegriffen werden muß. Bei gleichzeitigem Aufall zweier beliebiger Laufwerke
treten große Probleme auf. Das Paritätslaufwerk kann nicht zum Speichern von
Nutzdaten verwendet werden. Bei Ausfall des Controllers fällt das gesamte System
aus.
Der Verwaltungsaufwand zur Berechnung der Parität ist recht hoch,
dies ist auch der Grund, weshalb man beim Einsatz von RAID immer auf eine
Hardware Lösung zurückgreifen sollte, reine Software RAID Lösungen haben gerade
hier erhebliche Probleme und belasten die Leistungsfähigkeit des gesamten
Systems erheblich.

RAID-4
Blockversatz, Data Striping
mit Paritätsprüfung
Strategie:
Blockversatz, ansonsten wie
RAID-3
Vorteil:
Blockversatz ist effizienter als bitweises
Striping. Mehrere Lesevorgänge können gleichzeitig verarbeitet werden. Beim
Lesen eines Blocks wird nur dieses eine Laufwerk
aktiviert.
Nachteil:
Wie bei RAID-3.
Die
Geschwindigkeit beim Schreiben ist relativ gering, da bei jedem Schreibvorgang
auf das Paritätslaufwerk zugegriffen werden muss. Bei gleichzeitigem Ausfall
zweier beliebiger Laufwerke treten große Probleme auf. Das Paritätslaufwerk kann
nicht zum Speichern von Nutzdaten verwendet werden. Bei Ausfall des Controllers
fällt das gesamte System aus.
Der Verwaltungsaufwand zur Berechnung der
Parität ist recht hoch, dies ist auch der Grund, weshalb man beim Einsatz von
RAID immer auf eine Hardware Lösung zurückgreifen sollte, reine Software RAID
Lösungen haben gerade hier erhebliche Probleme und belasten die
Leistungsfähigkeit des gesamten Systems erheblich.

RAID-5
Blockversatz, Data Striping
mit verteilter Paritätsprüfung
Strategie:
Blockweise
Data Striping auf allen Laufwerken, Prüfsummen auf allen Laufwerken. Diese
Methode stell einen gut gelungenen Kompromiss zwischen Kosten, Redundanz und
Zugriffsgeschwindigkeit dar. Vorteil:
Es können gleichzeitig Lese-
und Schreibvorgänge ausgeführt werden, was hohe Datenübertragungsraten
ermöglicht. Sehr effizient bei kleinen Datenblöcken. RAD-5 bietet eine gute
virtuelle Redundanz zu einem günstigen Preis. Nachteil:
Aus
technischen Gründen nicht so schnell wie RAID-0 oder RAID-1, da die Daten für
die Fehlerkorrektur berechnet werden müssen. Bei der Übertragung großer
Datenmengen langsamer als RAID-3.
Auch bei RAID_5 Systemen sollte eine
Hardware Lösung (Controller) angestrebt werden, da Softwarelösungen zu langsam
sind.

RAID-6
(auch als RAID_9 oder Hot
Spare bekannt)
Blockversatz, Data Striping mit verteilter
Paritätsprüfung
Strategie:
Blockweise Data Striping auf
allen Laufwerken, Prüfdaten auf allen Laufwerken, Einsatz eines
Reservelaufwerkes.
Vorteil:
Es können gleichzeitig Lese-
und Schreibvorgänge ausgeführt werden, was hohe Datenübertragungsraten
ermöglicht. Sehr effizient bei kleinen Datenblöcken. Auch RAD-6 bietet eine gute
virtuelle Redundanz zu einem günstigen Preis. Auch bei Ausfall mehrerer Platten
kann das System noch genutzt werden, da eine Reserveplatte im System mitläuft
und diese Daten aufnehmen kann. Diese Lösung ist sicherer als RAID_5, da
genügend Systemreserven zur Verfügung stehen. Mittels Software Verwaltung sind
solche Systeme gut zu administrieren.
Nachteil:
Aus
technischen Gründen nicht so schnell wie RAID-0 oder RAID-1, da die Daten für
die Fehlerkorrektur berechnet werden müssen. Bei der Übertragung großer
Datenmengen langsamer als RAID-3. Mehr Hardware Einsatz notwendig, da
normalerweise mindestens eine Platte leer mitläuft.
Auch bei RAID_6
Systemen sollte eine Hardware Lösung (Controller) angestrebt werden, da
Softwarelösungen zu langsam sind.
