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  • DRAM und Synchrones DRAM - Seite 2/2

    Synchrones DRAM

    SRDAM


    Diese Bausteine enthalten zwei gleichgroße, voneinander unabhängige Speicherbänke und die erforderliche Steuereinheit in einem Gehäuse. Die Bänke sind adressmäßig parallelgeschaltet und werden mit Hilfe des Bank Select-Bits (BS) ausgewählt. Dieses Bit ist als MSB der Gesamtadresse vorgeschaltet. Die beiden Bänke werden im Interleaving Mode betrieben, d. h. auf die beiden Bänke wird abwechselnd zugegriffen. Es kann so zum Beispiel der Precharge- Zyklus parallel zum Lesezyklus abgearbeitet werden. Diese Vorgänge erfolgen alle taktsynchron. Im obigen Bild sind zwei Speicherbänke mit je 1M x 8 Bit abgebildet. Bei einer Taktfrequenz von 100 MHz (PC100) und einer Datenbusbreite von 32 Bit (4 SDRAMs), erreicht man eine Burst-Datenrate von 400 MByte/s. Bei herkömmlichen DRAMs bestimmen die fallenden Flanken der Signale /RAS und /CAS die Betriebsfunktionen. Bei SDRAMs werden dagegen die Zustände der Steuersignale /CS , /WE, /RAS und /CAS zum Zeitpunkt der steigenden Flanke des Taktsignals (synchroner Betrieb) als Kommandos interpretiert, die dann von der Steuerlogik ausgeführt werden. Dadurch lassen sich Probleme infolge zeit-kritischer Flanken vermeiden.

    Steuerkommandos:

    - ACTIVE: Auswahl der Reihenadresse und Aktivierung einer Bank
    - READ: Lesevorgang an der angelegten Spaltenadresse
    - WRITE: Schreibvorgang an der angelegten Spaltenadresse
    - BST: Beendet einen Full Page Burst beim Auslesen
    - PRECH: Precharge einer Bank
    - PALL: Precharge beider Bänke
    - REF: Refreshvorgang einleiten
    - MRS: Mode Register Set zur Auswahl der Betriebsparameter
    * Schreiben im Burst oder Single-Mode
    * Burstlänge, d.h. Anzahl der forlaufenden Datenbytes
    *CAS Latency: Taktperiodenzahl, nach der bei READ die Daten am Ausgang stehen

    Lesevorgang


    Im obigen Bild ist ein Beispiel für den Betrieb eines SDRAMs dargestellt. Es wird zunächst aus der Bank 0 und anschließend aus der Bank 1 jeweils ein Burst der Länge von 4 Byte aus-gelesen, so daß sich ein fortlaufender Datenstrom von 100 Mbyte/s ergibt. Dazu sind in jeder Bank die Kommandos ACTIVE und frühestens 3 Takte später READ auszuführen. Im gezeigten Beispiel ist eine CAS Latency von 2 Taktzyklen eingestellt. Nach einer Burst-Lese-operation müssen die Leseverstärker mit dem Kommando Precharge nur dann für den nächsten Speicherzugriff vorbereitet werden, falls die neuen Daten in einer anderen Speicherzeile liegen.


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